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Glenlyon Manor - Das Geheimnis der Princess Helena School

Bild von Levenya

Glenlyon Manor
- Das Geheimnis der Princess Helena School

Gabriele Diechler, 1961 in Köln geboren, lebt und arbeitet im Salzkammergut. Neben Drehbüchern für ARD und ORF schreibt sie nun hauptsächlich Jugendbücher, Krimis und Romane. Jedes Buch entsteht an ihrem Minischreibtisch, wo nicht nur getippt, sondern auch lange telefoniert, Tee getrunken und Schokolade gegessen wird.
Quelle

Erster Satz:
„Ich hatte immer davon geträumt, dass mein Leben anders verläuft.“

Klappentext:
Der sagenumwobene Landsitz Glenlyon Manor, seinerzeit auch "Romantic House" genannt, war einst die Lieblingsbleibe der Königin Maria Stuart gewesen und dabei nicht selten der Ort ihrer romantischen Eskapaden. Heute beherbergt das düstere Gebäude die renommierte Princess Helena School für überdurchschnittlich intelligente Schüler. Nie hätte sich die sechzehnjährige Münchnerin Aoki träumen lassen, dass es sie einst dorthin verschlagen würde. Und noch viel weniger, dass sie gerade dort ihr Herz verlieren würde – nur dummerweise genau an den Jungen, der den Fluch des Hauses in sich trägt, was das Verlieben noch mal deutlich komplizierter macht, als es ohnehin schon ist.

Cover:
Das Cover gefällt mir gut. Es ist sehr verträumt und verspielt. Das passt, wie ich finde, sehr schön sowohl zum Titel wie auch zum Inhalt des Buches. Es hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich ein Rezensionsexemplar erhalten habe!
Wieder einmal finde ich es sehr schade, dass mein Kindle nur schwarz-weiß anzeigt. In Farbe hat es einfach viel mehr Charme!

Leseprobe

Meinung:
Der Titel und das Cover haben mich gleich neugierig gemacht und angesprochen. Also musste ich einfach in dieses Ebook reinlesen. Umso mehr habe ich mich über ein Rezensionsexemplar gefreut. An dieser Stelle noch einmal einen ganz herzlichen Dank an Impress und Gabriele Diechler, der Autorin!

Die Geschichte startet mit einem Prolog, der aus Sicht von Professor Goswin Graf geschrieben wurde, welcher der Vater von Aoki Graf, unserer Protagonistin, ist. Gleich zu Beginn wird er entführt und der Leser fiebert daraufhin über das gesamte Buch hinweg mit, was aus ihm wird und warum er entführt wurde.
Das weitere Buch wird in drei Teile sowie einen Epilog unterteilt. Der Hauptteil, der sich in besagte drei Teile gliedert, wir aus Sicht von Aoki Graf geschildert.
Unsere Protagonistin möchte eigentlich nichts lieber sein, als völlig normal und unauffällig. Durch ihre ständigen und plötzlichen Ohnmachtsanfälle, die meistens in den unpassendsten Momenten auftreten, fühlt sie sich schon genug als Freak und Außenseiter. Als ihr dann auch noch ihre Lehrerin eröffnet, dass sie hochbegabt ist und an einem besonderen Programm, der „Princess Helena School“ in Schottland, teilnehmen soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen.
Aoki ist ein sehr leidenschaftliches, energiegeladenes und mutiges junges Mädchen, das ihren Vater und ihre beste Freundin Uschka über alles liebt. Dennoch habe ich am Anfang keinen richtigen Zugang zu ihr finden können. Sie war mir weder sympathisch noch unsympathisch. Das ist für mich sehr ungewöhnlich. Eigentlich entscheidet sich für mich bereits nach den ersten paar Seiten, ob mir ein Charakter sympathisch oder unsympathisch ist. Tja, Aoki bildet hier einfach mal die Ausnahme.
Zu ihrer besten Freundin Uschka, die zurück in München bleiben muss, hat sie eine sehr tiefe und innige Beziehung. Die beiden sind, wie Aoki so schön ausdrückt, Seelenverwandte. Ich musste oftmals ziemlich schmunzeln, wenn die beiden miteinander telefonierten. Toll, dass so eine Freundschaft eine dermaßen große Entfernung übersteht!
Super fand ich auch die übrigen Charaktere, wie z.B. Len, Lord of Love, oder Chloe. Es waren alles ganz unterschiedliche Charaktere. Ein ganz bunt zusammengewürfelter Haufen junger, intelligenter Menschen, wo man auf Antipathie und ganz viel Sympathie trifft. Durch die Individualität der Charaktere und die anschaulichen Dialoge, die jederzeit in dem Buch zu finden waren, wurde es keine Sekunde langweilig und es passierte immer was Neues und Unerwartetes.

Ganz toll fand ich auch den geschichtlichen Hintergrund um Maria Stuart und ihren Sohn Jakob. Auch wenn das alles an die Geschichte angepasst ist, so war es eine super Idee, so eine Thematik aufzugreifen und die Autorin hat es sehr schön gemacht. Ich bin ein großer Fan von Schottland.
Um ehrlich zu sein, bin ich, was Geistergeschichten angeht, immer etwas skeptisch. Dafür habe ich einfach schon zu viele schlechte gelesen. Meiner Meinung nach hat die Autorin die Geister plausibel und nachvollziehbar in die Geschichte integriert. Dennoch war es für mich etwas zu simpel, dass nur Aoki die Geister sehen konnte. Aber das ist mein persönlicher Gedanke dazu. Dagegen war der Geisterhund Tiffy eine sehr willkommene und überraschende Ergänzung. Durch seinen Charme und Witz hat er die Geschichte oftmals noch ein wenig aufgelockert und mich zum Schmunzeln gebracht.

Der Fluch war klasse. In alten Gemäuern und bei Geistergeschichten sollte es immer einen Fluch geben. Nur war für mich auch wieder die Auflösung des Fluches etwas, nun ja, einfach und ging dann doch ziemlich schnell.

Die kleine Liebesgeschichte zwischen Aoki und Len war wirklich süß. So eine Romanze darf im „Romantic House“ auch einfach nicht fehlen. Ich hatte ja schon so meine Befürchtungen, dass es mit den beiden gar nichts mehr wird, aber es hat sich ja zum Glück alles zum Guten gewendet.

Etwas schade fand ich, dass die Entführung von Aokis Vater nicht die Aufmerksamkeit in der Geschichte gefunden hat, wie es mir nach dem Prolog erschienen ist. Hier hätte ich es toll gefunden, wenn die Autorin es noch mehr mit der Hauptstory verknüpft hätte. So war es für mich leider nicht ganz nachvollziehbar.
Zudem war es streckenweise etwas langatmig. Keine Frage, ich finde es immer toll, wenn viel passiert und ich bin auch ein großer Fan von Nebengeschichten, aber diesmal hätte ich mir gewünscht, dass wir schneller zur Sache kommen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, flüssig und locker. Trotzdem musste ich mich komischerweise erst daran gewöhnen. Zu Beginn der Geschichte war es für mich etwas anstrengend, aber zum Ende hin bin ich sehr gut in die Geschichte und in den Schreibstil hineingekommen und habe das Ebook in einem Rutsch durchgelesen.

So, jetzt habe ich hier zwar ziemlich viel anzumerken gehabt, aber es war wirklich „meckern auf hohem Niveau“.
Für mich war es dennoch eine ganz entzückende, spannende und grundsolide Geschichte, die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann, der eine Schwäche für charmante alte Häuser, Geister und Flüche hat. Dazu gibt es eine ordentliche Portion Romantik, Freundschaft und Aktion. Ihr werdet also nicht enttäuscht werden.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!


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