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Hoher Flug, tiefer Fall

Bild von Zeliba

Cover

Obwohl hier einmal sowohl von grellen Farben, als auch von extravaganten Effekten oder Motiven abgesehen wurde, hat das Cover doch durch die Augen seinen ganz eigenen Reiz. Dazu das leichte Feuer im oberen Bereich und natürlich der Schriftzug, welcher sich perfekt ins Gesamtbild schmiegt. Besonders schön finde ich den Phönixschatten hinter dem Titel. Das englische Cover kann im Gegenzug nicht sonderlich glänzen. Alles wirkt sehr eintönig und geht eher zwischen den vielen anderen englischen Büchern unter. Leider für mich kein Grund es in die Hand zu nehmen.

Handlung

Liz ist im Grunde wie du und ich. Oder fast normal. Wenn man einmal von ihren seherischen Kräften absieht, mit denen sich in der Polizei nicht immer 100% hatte einbringen konnte. Es gab einfach nie eine guten Erklärungen für ihre "Vermutungen" und "Geistesblitze". Doch dann reißt sie der Tod ihrer Ziehmutter Ruthie plötzlich in eine letzte Schlacht hinein. Eine die Schlacht, in der es nicht nur um ihr Schicksal, sondern auch um das der ganzen Welt geht. Nur kein Druck.

Schreibstil

Das Buch wird uns aus der Sicht von Liz geschrieben und schafft es irgendwie, trotz der Einblicke in ihre Gedankenwelt, nicht diesen Abstand zwischen Leser und Figur zu überwinden. Statt also mit ihr zu fühlen und zu leiden, steht man irgendwie die ganze Zeit eher unbeteiligt daneben. Da helfen auch nicht die hier und da gestreuten Sprüche, die so gezwungen cool und humorvoll herüberkommen, dass von Lesespaß leider eher wenig zu spüren ist. Auch der Stil der Autorin mag einfach nicht wirklich zu der wirklich interessant klingenden Grundidee zu passen. Der Plauerton, mit dem die Geschichte so dahin plätscherte, denn bis zum Schluss kann man die Spannung suchen, wirkte einfach unpassend. Dazu kamen die wenigen Details zur Umgebung, sodass ich nie das Gefühl hatte, mich wirklcih in einem Bild zu bewegen - wenn ihr versteht, was ich meine. Alles blieb stetig eindimensional und flach.

Charaktere

Endlich! Ich habe mich schon die ganze Zeit gefreut, etwas über die Charaktere zu schreiben. Immerhin stieg das Buch wie ein Phönix voller Erwartungen aus dem Klappentext empor . . . . . . und fiel um so tiefer! Vorsicht! Ab hier sind Spoiler enthalten! Aber beginnen wir doch einfach mal am Anfang. Da wäre Liz, welche wir ja immerhin 332 Seiten im Buch ertragen, Verzeihung, ich meine Schätzen lernen dürfen. Leider entwickelt sich diese, wegen dem Tod ihres Polizistenpartners immer noch mitgenommene, Frau, sich ganz schnell zu Buffy in Spee. Nur ohne coole Sprüche und Klasse. Schon von beginn an wurde ich mit ihr nicht richtig warm, auch wenn sie mir hier noch, im Vergleich zum Verlauf der Story, wohl noch am sympathischsten war. Denn ersten Minuspunkt bekam sie schon, als sie ihren Ex Jimmy wieder trifft und diesen dann killen will. Nicht weil er sie betrogen hatte, das! hätte ich ja noch verstanden. Nein! Sie will ihn töten einfach weil er ein Damphir ist. Das sie da nicht einmal weiß was ein Damphir ist, oder er ihr das Leben gerettet hat, spielt da natürlich keine Rolle. Sie will ihn einfach töten. Das nenne ich doch mal eine feste Überzeugung. Und auch das Ruthy ihm immer vertraut hat spielt da überhaupt keine Rolle. Glaubt ihr das wars? Nein! Es gibt die Marie-Sue-Klischeepackung noch kostenlos mit dazu. Es ist als würde die Autorin eine Liste abhacken wollen. Und da hole ich doch glatt mal meine eigene kleine Marie-Sue-Liste raus.
☑ Sie drängelt sich Rücksichtlos in den Vordergrund. Egal was ist. Ohne sie geht es einfach nicht!
☑ Sie ist einfach nur toll. So gut wie jeder Kerl liegt ihr zu Füßen.
☑ Sie kann im Verlauf der Geschichte so viele Fähigkeiten anhäufen, wo man sich dann teilweise fragt woher, und wird natürlich bald/gleich das mächtigste Wesen. Und Lernen? Pf! Nur was für Weicheier!
☑ Ihr Familienstand ist nicht so langweilig (Vater, Mutter, Bruder . . .) sondern natürlich an eine dramatische Vergangenheit geknüpft, die dann im Verlauf des Buches gerne mal immer weniger Bedeutung findet.
Hey was für eine Überraschung. Liz hat bestanden. Der zweitwichtigste Charakter ist Jimmy. Ihn wollte die Autorin wohl irgendwo zwischen harter Schale/weicher Kern ansiedeln und machte aus ihm auch eher so einen kleinen Klischeetropf, welcher sich meistens, gerade am Anfang, natürlich wahnsinnig vor Liz hütete. Ganz egal das er 100-mal stärker ist als sie. Sawyer ist dann wieder so ein ganz irrer Typ. Die meiste Zeit läuft er nackt rum ist super mächtig und sein Charakter eher wieder einmal arg fragwürdig. Es scheint mir als würde er für den richtigen Preis einfach die Seite wechseln. Einzig wirklich interessant war dann der Böse-Boss, leider wurde die ganze Figur überhaupt nicht ausgereizt und verstarb wenig spektakulär. Alles in allem also ein sehr enttäuschender Schnitt.

Meinung

Der Post wird immer länger und länger und ich bin immernoch nicht fertig. Herje. Da gebe ich euch heute ja mal wirklich eine Menge zu lesen. Selbst für meine Verhältnisse ^-^. Ich schiebe die Schuld einfach mal auf das Buch ^-^. Schließlich hätte ich nicht so viel zu meckern, wenn es gut wäre. Aber weiter m Text. Oben habe ich ja mal erwähnt, dass Liz sich bald vor Fähigkeiten schon bald nicht mehr retten kann, um es gelinde auszudrücken. Diese hat sie nicht von Anfang an, nein, sie wird im Verlaufe des Buches damit vollends überschüttet. So ist sie bald neben einer Seherin und Emphatin auch Gestaltwandlerin mit Dampierkräften und Traumwandeln kann sie natürlich auch. Und nun kommt der Abschnitt, in dem die "knisternde Erotik" ins Spiel kommt. Dazu müssen wir noch mal eben auf Sawyer zurückkommen. Zu ihm wird Liz nämlich geschickt im sich zu öffnen, sprich ihre Seherkräfte zu erlangen. Dies geht aber leider nicht durch einfaches Meditieren nein sondern durch Sex!
- Was anscheinend sowieso das perfekte Mittel zu seinen scheint, um die Welt zu retten. Komisch das noch nie einer drauf gekommen ist? -
Das unser netter Sawyer, Liz dafür unter Drogen setzt und so halb Vergewaltigt, nimmt sie ihm aber nicht mal sonderlich krumm. Sie essen dann recht bald gemütlich einen Hasen zusammen. Alles gannzzz normal . . . Und dann wird ihr auch bald eröffnet, dass sie durch Sex die Fähigkeiten von anderen Übernehmen kann. Wunderbar! Dabei sind die Szenen genauso flach wie das ganze Buch und folgen im Grunde immer dem selbem Muster. *Gähn* Außerdem mehren sie sich zum Ende des Buches extrem. Dies verstärkt natürlich nur Liz´s rollige Katze-Image.
Beim Sex mit Sawyer hatte ich seine Fähigkeiten, die Gestalt zu verändern, engenommen, aber bestimmt hatte er noch mehr zu bieten. Vielleicht musste ich sie mir einfach nehmen. Indem ich ihn nahm.
Was ebenfalls sehr auffällt und einfach in der Masse nur nervt, sind die ganzen sexuellen Anspielungen. Gerade eine Szene ist mir hier im Kopf geblieben. Hierzu muss ich nochmal unseren Freund Sawyer nötigen. Dieser kann sich in jene Tiere verwandeln, welche auf seine Haut tätowiert sind. Dazu muss er sie nur berühren. Doch während der Wolf auf seiner Brust ist, befindet sich die Schlange an einer nicht gerade jugendfreien Stelle seines Körpers. Welch ein Zufall dann noch das Liz sich einmal in eine Schlange verwandeln, muss um ein, absolut nutzloses, Gespräch mit einer Schlange zu führen. Merkt ihr, was ich meine? Was soll man noch dazu sagen? Grundidee nicht schlecht und Ausführung, gelinde ausgedrückt, eine Katastrophe. In einem Durchlesen war einfach nicht drin. So lange habe ich lange nicht mehr für etwas über 300 Seiten gebraucht. Ständig musste ich unterbrechen, weil ich mich so aufgeregt habe. Was für ein Graus das ich noch die anderen drei Bände der Reihe auf dem SuB habe . . .


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