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Tiere

Bild von Levenya

Tiere

Simon Beckett arbeitete als Hausmeister, Lehrer und Schlagzeuger, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Als Journalist bekam er Einblick in die Polizeiarbeit, und dieses Wissen verarbeitet er in seinen Romanen.

Allein in Deutschland wurden bereits 7 Millionen Bücher des Autors verkauft. Für einige seiner Thriller hat er auf der «Body Farm» in Tennessee recherchiert. Der Autor ist verheiratet und lebt in Sheffield.
Quelle

Erster Satz:
„Ich hasse es, wenn Karen mit mir flirtet.“

Klappentext:
Manche Menschen sind Tiere.

Nigel ist sicherlich nicht der Hellste. Aber er ist meistens ganz guter Laune. Im Büro gibt es immer etwas zu kopieren, und außerdem sind da Cheryl und Karen. Auch im Pub, das seine Eltern früher führten und in dem Nigel jetzt wohnt, fühlt er sich wohl. Es gibt hier zwar kein Bier und keine Zigaretten mehr, aber Nigel interessiert sich sowieso mehr für Fernsehen und Comics.

Und dann ist da noch der Keller. Hier hält Nigel seine Mitbewohner. Dass die nicht freiwillig da unten wohnen, stört Nigel nicht …

Cover:
Das Cover ist sehr schlicht gestaltet. Ganz einfach in Weiß und der Titel ist groß in rot darauf geschrieben. Ein einziges Wort. Aber es sprang mir sofort ins Gesicht und machte mich neugierig, sodass ich es mir einmal genauer anschauen musste. Weniger ist manchmal einfach mehr.

Leseprobe

Meinung:
Nachdem ich mit großer Begeisterung „Die David Hunter Reihe“ von Simon Beckett gelesen hatte, wollte ich unbedingt noch mehr von ihm lesen. Da fiel mir nun dieses Werk von ihm in die Hände und es war im Nachhinein etwas ganz anderes, als ich erwartet hätte.

Die Geschichte erfahren wir aus Sicht des etwas zurückgebliebenen Nigel, der es mit seinen Eltern nicht leicht hatte und in einem Pub lebt. Er liebt Comics, Disneyfilme und trotz seines Alters besitzt er die Reife eines pubertären Jungen, der weder viel Kontakt zur Außenwelt pflegt, geschweige denn zu Frauen. In seinem Keller hält er Menschen als Tiere gefangen und betrachtet sie auch als solche. Für ihn sind sie eklig, weswegen er sie auch in einen Käfig sperren muss. Trotz seines krankhaften bösartigen Wesens, muss man immer wieder mit Nigel Mitleid empfinden. Besonders in den Momenten, wo einer seiner sogenannten Freunde, Pete, ihn mehr und mehr provoziert und beleidigt. Ich habe sehr mit Nigel mitgefühlt, als seine „Freunde“ zu Besuch kamen, für den er sich so viel Mühe gegeben hat, und alle waren nur am Meckern, Schimpfen und Beleidigen. Auf der einen Seite konnte ich nicht anders, als Mitleid mit ihm zu empfinden, auf der anderen Seite hat mich seine bösartige krankhafte Art abgestoßen. Er ist ein Charakter, bei dem man zweifellos gemischte Gefühle haben muss. Die anderen Charaktere sind wunderbar oberflächlich dargestellt und brechen Nigel sein eigentlich großes Herz. Sie passen wunderbar in die Geschichte.

Streckenweise empfand ich die Geschichte als etwas langatmig und hätte mir ein wenig mehr Aktion gewünscht, aber dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich musste herausfinden, was Nigel mit seinen Tieren und seinen Freunden anstellt und ob jemand endlich hinter sein Geheimnis kommt. Am Ende hätte ich mir ebenfalls mehr Aktion gewünscht und ich blieb ein bisschen unzufrieden zurück. Obwohl gerade dieses „Raum lassen“ am Ende die Geschichte und Nigel noch bösartiger und krankhafter wirken lässt.

Ich bin zwar in diesen Band etwas schwieriger rein gekommen als zuvor in „Die David Hunter Reihe“, aber dennoch hat mich das Buch sehr gefesselt und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil von Simon Beckett ist super. Ganz klar und deutlich beschreibt und erzählt er seine Geschichte und schafft es dabei, von der ersten bis zur letzten Seite die Spannung aufrecht zu erhalten und den Nervenkitzel weiter und weiter in die Höhe zu treiben. Ein Schreibstil, der dazu veranlasst, dass Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können.

Auch wenn mich dieser Band nicht so sehr überzeugt hat wie zuvor „Die David Hunter Reihe“, fand ich ihn dennoch sehr gelungen und empfehlenswert.
Das neuste Werk von Simon Beckett und gerade erst erschienen ist „Der Hof“.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/


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