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Erzählt vom Leben - nicht von Hollywood

Bild von kiwii.chaotic

Autor: Gayle Forman
Titel: If I stay
Deutsch: Wenn ich bleibe
Genre: Roman
Verlag: Random House Children’s Books
Umfang: 250 Seiten

Mia führt ein normales kleines Leben in dessen Mittelpunkt die Musik steht. Sie hat Teenager-Probleme – wie wir alle sie hatten. Und plötzlich steht sie vor einer Entscheidung. Der Entscheidung ihres Lebens. Nach einem tragischen Autounfall an einem verschneiten Morgen ist nichts mehr wie zuvor. Und nun muss die 17-jährige Cellistin entscheiden, ob sie bleibt, zurück zu ihren Freunden und zurück in eine Welt ohne ihre Familie kommt. Oder ob sie mit ihnen geht.

Das ist kein Buch, von dem ich sagen würde, dass die Geschichte wunderschön ist. Es ist ein Buch über die Folgen eines tragischen Autounfalls und eine Entscheidung – zu leben, oder zu sterben. Und es ist eine Frage, die einen ständig begleitet: Was würde ich tun?

»I stopped walking. I could hear the water lopping below. ‚Why?‘ I asked. ‚Why me?‘
‚I’ve never seen anyone get as into music as you do. It’s why I like to watch you practise. You get the cutest crease in your forehead, right there’, Adam said, touching me above the bridge of my nose. I’m obsessed with music and even I don’t get transported like you do.’«

Die Musik spielt eine sehr große Rolle in Mias Leben – und das merkt man das ganze Buch über. Und egal wie unterschiedlich diese sein kann, sie verbindet alle Charaktere miteinander. Besonders an diesem Buch ist jedoch nicht nur, dass die Musik irgendwie die größte Rolle spielt, sondern auch die Erzählweise. Die Autorin wechselt zwischen Erzählpassagen aus dem Krankenhaus und Mias Erinnerungen, und je länger sie im Koma liegt, desto weniger weiß man, wie sie sich entscheidet.

Der Schreibstil ist nicht unbedingt berauschend, trotzdem mag ich die Geschichte, das Buch als gesamtes, als Botschaft. Es zeigt, wie verschieden Menschen sein können, die das Leben zusammenbringt. Es gibt beiden Theorien Recht – „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und „Gegensätze ziehen sich an“. Oder widerlegt auch beide, denn in Wirklichkeit, im realen Leben ist es egal, wie verschieden man ist – meine besten Freunde haben nichts miteinander und nicht mit mir gemeinsam. Und trotzdem sind wir beste Freunde.

Die Entscheidung, die größte Nebenrolle neben der Musik, ist eine, die manche vielleicht schon getroffen haben. Für das Leben oder dagegen. Eine schwierige Entscheidung. Lasst euch überraschen, wie Mia sich entscheidet – aber vor allem, wie sie dazu kommt.

Ich empfehle es weiter – weil die Thematik nicht Hollywood-like aufgebauscht wird, sondern echt wirkt.


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