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Göttlich verdammt

Bild von kiwii.chaotic

Autor: Josepine Angelini
Titel: Göttlich verdammt
Originaltitel: Starcrossed
Genre: Fantasy
Verlag: Cecile Dressler Verlag, Hamburg
Umfang: 494 Seiten

Helen Hamilton hasst die Aufmerksamkeit, sie hasst es, aufzufallen, anders zu sein. Deshalb zieht sie ihren Kopf ein und wird unsichtbar. Sie macht sich kleiner als sie ist – nicht nur, was ihre Körpergröße betrifft, sie macht auch sonst nur das Nötigste und ist ganz zufrieden, wenn sie sich unscheinbar gibt.
Damit ist es endgültig vorbei, als Lucas mit seiner Riesenfamilie auf die Insel zieht und damit Helens isoliertes Inselleben auf den Kopf stellt – und das keineswegs im positiven Sinn, denn sein Anblick erweckt in ihr Mordgelüste…

Ich habe den Inhalt mit Absicht so kurz gehalten, da ich so viel wie möglich offen lassen möchte. Dieses Buch ist einfach so mitreißend, man darf nicht alles vorwegnehmen, das würde die Wirkung nehmen. Am Rande erwähnt sei: Mich hatte die Story im zweiten Kapitel, auf Seite 59 habe ich das erste Mal mit dem Buch geredet – meine Emotionen verbalisiert.
Das Grundgerüst ist einfach und ähnelt ein wenig dem ersten Band der Twilight-Saga, was man verzeihen kann, da es nun mal ein Fantasy-Buch mit derselben Zielgruppe ist. Viel interessanter ist, dass die Geschichte auf Homers Ilias aufbaut, was den Hintergrund extrem spannend und faszinierend gestaltet.
Sprachlich ist dieses Buch wirklich kein Meisterwerk. Einfach geschrieben und sehr leicht und schnell zu lesen, ohne großen Anspruch. Man muss auch nicht irgendwelchen Details Beachtung schenken – wie ich bereits zu Beginn erwähnt habe: Ein wenig Twilight.
Trotz alledem ein großartiger Auftrag der Fantasy-Reihe, mit zahlreichen Wendungen und einem grandios gestalteten Hintergrund. Ich muss unbedingt Ilias lesen, es steht nun schon ein Weilchen im Regal – jetzt habe ich einen dringenden Grund, die Buchstaben in mich aufzusaugen, so kompliziert Homer sie auch in Worte verpackt haben mag. Aber überzeugt euch einfach selbst – ich empfehle es auf jeden Fall weiter.

»Es kam ihr vor, als würde sie stundenlang mit den Fingern über die Namen fahren, die in die geborstenen Überbleibsel zerbrochener Liebe eingraviert waren. Sie wanderte eine Ewigkeit zwischen den umgestürzten Säulen gebrochener Versprechen herum und staubte die Grabsteine in diesem Friedhof der Liebe mit den Händen ab.«

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