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Ein absolutes Must Read!!!

Bild von Zeliba

Cover

(Ich habe das Exemplar mit dem blauem Cover und werde mcih auch darauf beziehen)

Das kräftige Blau des Hintergrundes ist wie eine Schuppenhaut gemustert. Darauf liegt dann das Drachenmotiv und in der Mitte das Emblem - kann man es so nennen? - Das Gefühl, wenn man über den leicht geriffelten Rand streicht, ist toll. In der Mitte sieht man ein Segelschiff. Vielleicht das, auf welchem Temeraire geschlüpft ist?

Handlung

Als Kapitän Will Laurence mit seiner Besatzung ein französisches Schiff kapern, findet einer seiner Männer in dessen Rumpf ein Drachenei. Der Jubel ist groß, konnte man es doch an Land für eine stattliche Summe verkaufen. Als dann jedoch der Schiffsarzt anmerkte, dass der Jungdrache ein kaum einer Woche schlüpfen würde, machen Sorgen dem Jubel Platz. Das Schiff war noch mehrere Wochen vom Hafen entfernt und selbst mit günstigstem Wind nicht zu erreichen. Zudem war der mindere Wert für einen Jungdrachen nicht das Schlimmste daran. Würde das Junge nicht akzeptieren, dass jemand ihm ein spezielles Geschirr anlegte, so würde es sogleich davonfliegen.
Der Besatzung bleibt wenig Zeit zur Vorbereitung, und als das Junge schlüpfte und ein Offizier sein Glück versuchte, verband doch das Schicksal die Leben des Drachen Temeraire und des Kapitäns Laurence. Diesem blieb nun nichts anderes übrig, als zu den Fliegern zu wechseln. Nicht unbedingt sein Traumziel auf der Karriereleiter. Eine Gemeinschaft mit einem Tier ... dieser Gedanke ist für Laurence frustrierend. Als in höchster Not das erste Mal Drache und Lenker zusammen fliegen, knüpft dies ein Band, das mit jedem Tag untrennbarer wird und Laurence erkennt, das er selbst seine Meinung über Flieger und Drachen ändern muss ...

Schreibstil

Im Buch begleiten wir den Kapitän Will Laurence von seinem Weg auf See, bis hin zur Ausbildung bei den Fliegern. Dabei nimmt man an seinen Gedanken und Empfindungen Teil und verfolgt so seinen Wandel. Von der ersten Abneigung gegenüber seinem Schicksal, über eine Wendung und dem immer enger werdenden Band zwischen ihm und seinem Drachen. Dabei schafft es Naomi Novik eine ganz eigene Stimmung zwischen den Seiten zu erzeugen, wie ich es bisher bei noch keinem historisch angehauchtem Roman finden konnte. Ich tauchte einfach ein ins 19. Jahrhundert und zusammen mit Laurence war es so leicht und beschwingt den Aufbau von Gesellschaft, Mannschaft und Politik zu folgen, dass es ein Genuss war. Auch die Ausbildung bei den Fliegern gestaltete sie spannend und fesselnd. Auch wer hier seitenlange Beschreibungen der einzelnen Drachenarten erwartet, wird beruhigt sein. Nichts. Hier und da kleine Anmerkungen über Farbe oder Größe, ansonsten gleitet der Leser nur über Namen und spezielle Eigenschaften hinweg und so bleibt es einem selber überlassen dem Tier eine Gestalt zu geben. Lediglich zu Anfang findet man vier Abbildungen hinter dem Cover, in der man in etwa den Größenunterschied abschätzen kann.

Charaktere

Laurence begegnet uns von Beginn an als ein Ehrenmann und Gentelman. Selbst besiegten Gegnern gegenüber hat er (meistens) Respekt und ein höflicher Umgang untereinander gehört für ihn einfach zum guten Ton. Auch sein Drache Temeraire bildet da, genau wie die anderen Nebencharaktere, keine Ausnahme und passt sich damit hervorragend der Zeit um das 19th Jahrhundert an, in welchem noch viel Wert auf Benehmen und Etikette gelegt wurde. Naomo Novik hat es dabei geschafft ihren Charakter, egal ob Mensch oder Drache, eine ganz einzigartige Persönlichkeit auf den Leib zu schreiben. Sei es der ehrenhafte Laurence, der wissbegierige und treue Temeraire,Lily, Levitas oder einer der anderen. Auch fallen eine Menge Namen, Menschen wie Drachen, und doch ist der Überblick spielend zu behalten. Das spricht in meinen Augen für sich. Denn bald nimmt man sie nicht nur als einfache Charaktere wahr, sondern als fast schon reale Personen.

Meinung

Wie viele vor mir sicherlich auch habe ich die Eragon Bücher verschlungen und an denen in gewisser Art und Weise meine Skala bezüglich der Drachenbücher festgemacht. Mir hat damals einfach Saphira und die Darstellung der Drachen im Allgemeinen sehr gefallen. Nach dem ich jedoch Drachenbrut hier gelesen habe, muss ich wirklich sagen dass das was Naomi Novik mit diesem Buch geschaffen hat, etwas ganz eigenes ist, dass es locker mit allen Bänden der Eragon Reihe aufnehmen kann. Die Idee Drachen in einen historischen Hintergrund zu setzen ist vielleicht nicht neu, doch dieses Mal bewegen wir uns nicht im Mittelalter, wo Ritter und Schwert durch die Lande ziehen und Magie unter jedem Stein haust. Nein, wir bewegen uns im 19th Jahrhundert zu Zeiten des napoleonischen Krieges. England hat es nicht leicht, und während die Marine die Verteidigungslinie auf dem Wasser halten, bekämpfen sich die Flieger auf ihren Drachen in der Luft. Dieser zeitliche Aspekt, verwoben mir realen Fakten und fantastischen Elementen, macht dieses Buch zu einem absoluten Genuss. Ein weiteres Plus liegt in den Drachen selbst. Sie sind intelligent, können sprechen und vereinen neben einer eigenen Persönlichkeit auch hier und da eine kleine Spezielfähigkeit in sich. Wie zB. der weibliche Langflügler Lily, welche Gift spucken kann. Dabei besitzen aber noch längst nicht alle Drachen eine derartige Fähigkeit. Je nach Rasse sind sie mehr oder weniger häufig. Und noch ein Plus, ich weiß ihr wartet die ganze Zeit auf das große aber, Aber! ... es wird nicht kommen ;). Aber nun zurück zum Plus. Wer hier eine überschäumende und anschmachtende Liebesgeschichte erwartet, wird entweder überaus positiv überrascht, wie ich, oder absolut enttäuscht sein. Den bis auf eine kleine süße Affäre, der nur wenige Worte gegönnt werden, ist das Hauptthema dieses Buches die Beziehung zwischen Drache und Lenker. Und diese Freundschaft ist so tief, so innig das einem beim Lesen unwillkürlich das Herz auf geht.

Wunderbar. Packend. Mittreisend. Mir fallen für dieses Buch nicht einmal passende Worte ein und ich muss die ganze Zeit acht darauf geben, nicht in verzücktes Schwärmen zu verfallen. Vermutlich ist mir das teilweise ziemlich misslungen, also bleibt mir nur hier eines zu sagen. Für Drachenfans, die einmal wirklich einmal ein Buch suchen, in denen der Drache im Vordergrund steht, sind hier mehr als an der richtigen Adresse.


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