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Nicht übel

Bild von Zeliba

Cover

Das Cover zeigt hier sehr gut in welche Richtung sich der Roman bewegt. Das Gesicht des Mädchens hat dabei etwas verträumtes, dazu die Silhouette des Engels, einer Erinnerung gleich. Die Farben harmonieren sehr gut miteinander. Das einzige was mir hier gar nicht gefallen will, ist die doch recht seltsame Haltung des Engels. Das wirkt einfach … etwas seltsam.

Handlung

Eigentlich sollte sich Victoria wohl über das Auto zum 18. Geburtstag freuen. Doch sie mag einfach keine richtige Begeisterung aufkommen lassen. Wie auch? Ihr Vater überlässt sie meist sich selbst, nachdem ihre Mutter gestorben war. Traurig und Einsam beschließt sie das Grab ihrer Mutter zu besuchen. Doch bald fordert das schlechte Wetter ihren Tribut. Victoria verliert die Kontrolle über das Auto. Die nächsten Erinnerungen scheinen wie Träume. Ein goldenes glitzern … dann ein Junge der sie aus ihrem Autofrack befreit … oder doch alles nur ein Traum?

Charaktere

Victoria als Protagonistin kommt sehr sympathisch herüber. Gut kann man im verlauf der Handlung ihre Gefühlswelt und besonders die von ihr empfundene Einsamkeit gut nachvollziehen. Da ihre Mutter starb und ihr Vater sie meist sich selbst überlässt. Ihre »Freunde« scheinen nebenbei auch nichts davon zu bemerken, das es ihr schlecht geht …
Nathaniel, unser Schutzengel, ist ebenfalls sympathisch und durch seine Art macht er es dem Leser leicht sich ihn als Person vorzustellen.
Was die Nebencharaktere angeht, so bleiben die zumeist leider etwas farblos.

Schreibstil

Der Stil ist flüssig und angenehm zu lesen. Dadurch das die Geschichte aus der Sicht von Victoria erzählt wird, kann sich der Leser gut in diesen Charakter hineinversetzen. Spürt ihre innere Gefühlswelt sehr deutlich und auch ihre Stärke.

Meinung

Der Klappentext erinnerte mich damals spontan an »Rebellion der Engel« und auch beim Lesen vielen mir so einige parallele auf. Nichtsdestoweniger sollte man »Unter goldenen Schwingen«, was im Übrigen der erste Teil einer Reihe ist, der Zweite wäre »Unter höllischem Schutz«, als eigenständiges Werk betrachten. Was mir hier gut gefallen haben waren die beiden Hauptprotagonisten. Sie waren sympathisch und haben es mir leicht gemacht mich in sie hineinzufinden. Leider waren die Nebencharas hier weniger farbenreich und teilweise mir zu seicht.
Die Story verläuft im großem und ganzen mit einer guten Portion spannend, auch wenn kleinere Ungereimtheiten auftreten, z.B. der Anhänger der Mutter, der einiges leichter gemacht hätte.
Was mich auch ein klein wenig gestört hatte war Victorias sofortige Verliebtheit. Das ging mir hier einfach etwas zu arg schnell. Ein bisschen weniger Gas hätte meines Erachtens nicht geschadet. Bei Nathaniel wirkte es durch die Jahre, in denen er sie ja kennenlernen konnte, was Schutzengel eben so tun ;), wiederum sehr realistisch. Das sich beide dann nicht einstehen, Offenbaren wollten, was nun los war, war hin und wieder etwas anstrengend, weil ich mich fragte wie man das nicht bemerken konnte, wenn es augenscheinlich jeder andere in der Umgebung schon begriffen hatte.
Fazit: Für Fans von romantischen Storys, die auch etwas ins Kitschige abdriften dürfen, ist dieses Buch sicherlich zu empfehlen. Ich selbst fand das Buch nicht schlecht, aber mir fehlte dann doch einfach noch das gewisse Extra.


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