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Zersplittert von Teri Terry

Bild von Möp

Der zweite Band rund um die außergewöhnliche Protagonistin Kyla wirft den Leser sofort wieder mitten ins Geschehen und führt die Handlung genau dort weiter, wo der erste Band geendet hat. Allerdings gelingt es der Autorin an dieser Stelle ganz wunderbar, dem Gedächtnis des Lesers durch geschickt eingestreute Details ein wenig auf die Sprünge zu helfen, falls er schon vergessen haben sollte, was in „Gelöscht“ genau geschah.

Inhalt
In dieser Fortsetzung begleiten wir das Mädchen nun dabei, wie es damit umgeht, dass der Vorgang des „Slatens“, also des Löschens all ihrer Erinnerungen, bei ihr nicht ganz richtig funktioniert hat und jetzt immer mehr Erinnerungen ihrer Vergangenheit zu ihr zurückkehren. Kyla ist verwirrt, sie kann viele neue Erkenntnisse noch gar nicht richtig zuordnen, denn nach wie vor weist ihre Erinnerung große Lücken auf. Sie weiß einfach nicht mehr, wem sie noch trauen kann und als dann noch der Anführer ihrer früheren Widerstandsbewegung, Nico, wieder in ihr Leben tritt, schließen sich nach und nach die Lücken. Jedoch zeigen nicht alle Menschen in ihrer Umgebung immer ihre wahren Gedanken und ihr wahres Gesicht, sodass Kyla zunächst in großer Unsicherheit gefangen bleibt...

Meine Meinung
Auch in diesem Band beweist die Autorin uns wieder, wie schön und unglaublich fesselnd sie schreiben kann, da sie mit ihren Worten den Leser sofort in Kylas Gefühlswelt hineinzieht und aus der Ich-Perspektive mit ihr mitfühlen lässt. Auch hat mir gefallen, dass Teri Terry ihre Figuren jederzeit sehr passend und authentisch, wenn auch zum Teil gewollt undurchsichtig gestaltet hat. Man kann ganz deutlich beobachten, wie Kyla sich verändert und wie sie innerlich zerrissen ist. Auf der einen Seite haben wir es hier nämlich noch immer mit einem leicht naiven und schnell überforderten jungen Mädchen zu tun, jedoch entwickelt sich auf der anderen Seite so langsam eine andere, eine starke und reife Kyla. Diesen Zwiespalt hat die Autorin schön herausgearbeitet, sodass auch schon jetzt bereits ersichtlich wird, worauf es im dritten Band dieser Trilogie hinauslaufen wird. Kyla ist bereit für einen Kampf, für eine Konfrontation und für ein Abschließen mit der Vergangenheit.

Alles in allem hat mir dieser zweite Band wirklich sehr gut gefallen, da er, anders als bei vielen anderen Trilogien, einen sinnvollen Mittelteil darstellt, der auch tatsächlich die Entwicklung der Protagonistin und der gesamten Handlung vorantreibt. Diese Dystopie unterscheidet sich weiterhin von anderen Dystopien, da man diese Geschichte nicht so schnell vergisst und einem sowohl der Stil der Autorin als auch die verschiedenen, äußerst interessanten Manipulationsstrategien der Figuren lange im Kopf bleiben.

Ich bin und bleibe von dieser Trilogie fasziniert und empfehle sie begeistert weiter, denn hier ist der zweite Band keinen Deut schlechter als der erste.


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