style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Winter auf Italienisch (Joleen Carter)

Bild von MiraB

Inhalt

Tanja tut sich in der Schule extrem schwer mit Italienisch, weswegen ihre Nachhilfelehrerin ihr eine Brieffreundin aus Italien vermittelt, die Deutsch lernen möchte, sich aber ebenfalls schwer tut. Zwischen den beiden entwickelt sich bald eine tiefe Freundschaft und Tanja fährt nach Italien, so oft sie kann, um Mafalda zu besuchen.

Bei einem dieser Besuche schenkt Mafaldas Papa den beiden einen Schiurlaub in den italienischen Alpen. Sie beschließen, auch Mafaldas Bruder Giacomo und ein paar seiner Freunde mitzunehmen. Einem davon, Mattia, kommt Tanja bald näher. Das Wissen, dass bald 1.000 Kilometer zwischen ihnen liegen werden, verkompliziert die Beziehung der beiden...

Meine Meinung

Den Schreibstil kann ich wirklich nicht bemängeln, aber inhaltlich hat mir der Roman gar nicht zugesagt. Besonders negativ aufgefallen sind mir folgende Punkte:

•Sowohl Namen als auch Geschlecht der Protagonistin Tanja erfährt man erst im 2. Kapitel, also entschieden zu spät
•Die Charakterzeichnung der italienischen Mutter ist extrem stereotyp, klischeehaft und frauenfeindlich. Alles, was Mafaldas Mama macht, ist, die Familie zu bekochen und zu kontrollieren, ob alle genug essen. Das ist ihr gesamter Lebensinhalt und Daseinszweck und befriedigt sie offensichtlich unheimlich.
•Außerdem nerven die ständigen italienischen Sätze in den Dialogen, die auf Deutsch wiederholt werden und nur dazu dienen, den Leser daran zu erinnern, dass alle Charaktere Italienisch sprechen. Das macht bei Übersetzungen doch auch keiner.
•Eine schöne Geschichte rund um Sexszenen herum ist doch nett, nur falls das ein erotischer Roman sein sollte, kommt die erste Sexszene auf Seite 56 entschieden zu spät. Bis dahin werden langweilige Tätigkeiten wie das Ausleihen von Schiern und 5-Gängemenüs in allen Details und Einzelheiten geschildert. Wobei wir beim nächsten Punkt angelangt wären...
•Das gesamte Buch ist komplett langweilig, banal und belanglos. Das funktioniert als Drumherum bei einem erotischen Roman, aber nicht als Liebesroman. Wenn die Sexszenen - so wie hier - weder explizit noch lang noch erotisch oder sonst irgendetwas sind, was über die üblichen Sexszenen in ganz normalen Unterhaltungsromanen in irgendeiner Art und Weise hinausgehen würde, UND es keine Handlung gibt, dann ist das irgendwie insgesamt doch recht lasch. Deswegen habe ich mehrmals überlegt, ob ich nicht abbrechen soll, aber doch weitergelesen, weil der Roman ja so kurz ist, und ich immer gehofft hab, dass doch noch irgendwas kommt, was entweder nach Handlung oder nach Erotik stinkt.

Fazit

Nicht Fisch und nicht Fleisch. Für einen erotischen Roman entschieden zu wenig erotisch, für einen Liebesroman zu banal und handlungslos. Der Schreibstil, der an und für sich (mal abgesehen von den nervigen Italienischen Sätzen zu Beginn von so ziemlich jeder wörtlichen Rede) ganz ordentlich war, reißt den Roman noch ein bisschen raus. Deswegen gibts 2 von 5 Punkten.


0