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Spannend bis zur letzten Seite

Bild von Zeliba

Cover

Das Cover gefällt mir sehr gut. Der schummrig düsterte Hintergrund ergibt mit dem Vollmund und der Silhouette, eines auf den ersten Blick hyänenartigen Wesens, eine gelungene Komposition. Die düstere Atmosphäre spricht den Leser direkt an. Ein weiteres Plus sehe ich darin, dass dieses Tier nicht gänzlich gezeigt wird. Man erahnt zwar eine grobe Form, der Fantasie des Lesers bleibt jedoch der Hauptteil überlassen.

Handlung

Es sollte ein unvergesslicher Ausflug werden ...

Als im Forum für Kryptozoologie ein Bild eines geheimnisvollen Wesen auftauchte, beschließen Beatrice und ihre Freunde sich auf die Spuren des geheimnisvollen Katzenschweins zu begeben. Tief in einem schwedischen Wald beziehen sie Stellung, um mit Ködern und Infrarotkamera Bilder des einzigartigen Wesens zu erhaschen. Und wie groß ist ihre Freude, als sie nicht ein, sondern gleich zwei dieser kleinen freundlichen und verspielten Wesen vorfinden. Als sie jedoch auf dem Rückweg ihren Weg verpassen, ahnen sie noch nicht das der Spaß ab hier zu Ende ist. Es sollte ein unvergesslicher Ausflug werden ...

Schreibstil

Die Geschichte wird aus der Sicht von Beatrice geschildert und überzeugte mich schon nach wenigen Seiten durch einen wunderschönen flüssigen Stil, sowie eine ganz eigene Art Szenen lebendig werden zu lassen. Auch den Charakteren verlieh sie so sehr schnell eine Persönlichkeit. Die Sprache passt dabei sehr gut zu den jungen Menschen, ohne aber in Slang abzudriften, oder gar einen störenden Anteil an Jugendsprache anzubringen. Dieses schöne Gesamtbild des Textes hat mir gut gefallen.

Charaktere

Die Charaktere in dem Buch habe ich ziemlich schnell für mich entdeckt. Allen voran Beatrice, der man durch ihre unbeugbare Art einfach Respekt zollen musste. Ich liebe es wenn sich Charaktere außerhalb der Klischeekiste Bewegen. Und Bea und Co waren einfach nur normal. So verrückt, liebenswert, wie man täglich Leute trifft. Das machte es einfach sich mit ihnen zu identifizieren. Diese Natürliche und vor allen lebendige Art ließ sie außerhalb der Seiten real für den Leser werden.

Meinung

HABITAT - Im tödlichen Gehege hat mir beim Lesen eine Menge Spaß bereitet. Allen vornan waren einfach die herrlich logischen Verhaltensweisen der Charaktere und der überzeugende Ablauf der Handlung daran schuld. Wer kennt sie schließlich nicht die Momente a la - "Hallo ist da wer?" und dann geht die Hauptperson am Lichtschalter vorbei ins dunkle Zimmer -. Sei es nun Film oder Buch, aber ich könnte mich über solche Dinge ja gerne einmal etwas aufregen. Und falls solche Momente beim Leser Gänsehaut begleitendes Grauen auslösen soll, dann habe ich wohl was verpasst ...
Aber ich schweife ab ;). Was ich damit sagen wollte, war, dass es einfach mal toll war, ein Buch zu lesen, das sich von solchen Dingen lossagte und statt dessen den durchaus realen Weg einschlug. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war die Darstellung der Tiere, die einfach Tiere geblieben sind. Jeder der schon einmal einen dieser übertrieben Tier-Horror-Filme/Bücher gelesen/gesehen hat, weiß wie anstrengend es sein kann im Kopf ständig Verhaltensweisen zu korrigieren. Sei es nun, weil es einfach unlogisch ist, das eine Schlange jemanden schreien hört, oder das Spinnen jemanden bewusst angreifen.
Hier blieben die Tiere einfach Tiere. Nicht grausam. Nicht bösartig. Nur Tiere.
Der einzige Punktabzug beläuft sich für mich eigentlich darin, dass ich den Horror bis zum Schluss nicht wirklich finden konnte. Es war superspannend, ohne Frage, aber Horror ... nein also da fehlte es mir dann doch.
Ansonsten war HABITAT - Im tödlichen Gehege ein absoluter Lesegenuss!


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