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Seichter Horror

Bild von Zeliba

Cover

Das Cover hier ist hier nicht 100%ig meins. Woebi das eher an der Krallenpranke liegt. Sie wirkt etwas sehr gesetzt und es zerstört irgendwie ein wenig den Gesamteindruck und erinnert etwas an sehr billige Horrorfilme. Ohne dieses Element wäre das Cover durchaus nicht übel gewesen.

Handlung

Lisa hatte sich das alles so schön vorgestellt. Zusammen mit Chris wollte sie ein romantisches Wochenende in einer süßen Pension an der Thülsfelder Talsperre verbringen. Das Highlight des ersten Abends. Eine Fackelwanderung durch den nächtlichen Wald. Traumhaft, wundervoll und ... tödlich. Denn längst sind sie nicht die Einzigen dort. Die ersten Anzeichen zu ignorieren war ein Fehler. Dann schlagen die Killer zu. Mit Zähnen und Klauen fallen sie über die Gruppe her und tränken die Nacht in guttuarle schreie und rotem Blut. Lisa selbst hatte dem Tod schon fast ins Auge gesehen, als Gerd sie im letzten Moment auf die Beine zieht. Zusammen fliehen sie. Fort nur Fort von diesen Ungeheuern, für die es keine Erklärung zu geben scheint. Doch der Wettlauf um Leben und Tod hatte damit erst begonnen.

Schreibstil

Die erste Zeit hatte ich wirklich Probleme in den Stil hinein zu finden. Er ist sehr beschreibend und man merkt, dass der Autor sich hier viel Mühe gegeben hat, die Atmosphäre und die Umgebung genaustens wiederzugeben. Ich liebe auch normalerweise dieses Bildhafte, aber hier war es mir stellenweise doch anfangs etwas zu viel. Das verlief sich dann aber im Verlauf des Textes, ...oder ich gewöhnte mich daran. Das Buch wird aus der stetig wechselnden Sicht von Lisa und Gerd erzählt. Was ich mir hier noch gut hätte vorstellen können, wäre auch ein oder zwei Abschnitte, welche aus der Sicht eines Skulks erzählt wird.

Charaktere

Die Charaktere bewegen sich hier sehr deutlich im Rahmen der Klischees. Da hätten wir zum einen Chris. Attraktiv. Reich. Und am Ende der größte Mistkerl im ganzen Buch. Dieser Typ war mir von seiner ersten Nennung schon unsympathisch. Dann Lisa, was ich für sie den Kopf geschüttelt habe, habe ich aufgehört zu zählen. Sie war so ein richtig typisches Frauchen, wenn ihr mir diesen Begriff mal verzeihen wollt. Sie ist unglaublich Naiv, dass ich mir eine Steigerung schon gar nicht mehr vorstellen konnte. Ein Beispiel hierfür wäre, Spoiler!, der erste Angriff der Skulks. Sie, natürlich, stolpert und der ach so tolle Chris lässt sie einfach mal liegen und flieht. Unsere gute Lisa stirbt aber nicht, weil Gerd sich ein Herz fasst und sie rettet. Bis dahin war ja auch noch alles recht Okay ... und dann verteidigt sie den fliehenden Chris. Er hätte sie dort Elending verrecken lassen, aber gut, sie scheint sehr ans Gute im Menschen zu glauben. Als sie dann wenig später erneut! von ihrem geliebtem Chris im Stich gelassen wird, verteidigt sie ihn wieder! Spätestens ab da konnte und wollte ich Lisa einfach nicht mehr ernst nehmen. Auch ihr ständiges Geheule und Geschreie hat beim Lesen fast schon in den Ohren wehgetan. Bei manchen Stellen dachte ich einfach, dass sie vielleicht schneller hätte fliehen können, wenn sie nicht so rumgeschrien hätte. Zum Schluss wäre dann noch Gerd. Ein Lichtblick! Ein Charakter, der Hirn besaß! Ich mochte ihn von Beginn an, und enttäuscht hat der Gute mich nicht. Er war der Einzige, der schnell hinter Chris geblickt hat, er hat einen kühlen Kopf bewahrt. Da störte hier nicht mal der kleine Klischeetouch a la -Harte Schale weicher Kern-.

Meinung

HABITAT - Im Revier der Skulks konnte ich beim Lesen nicht wirklich in die Genre Horror packen. Dazu fehlte mir dann doch der richtige Grusel. Es war zwar Brutal und Blutig, aber es fehlte einfach das gewisse etwas. Eben das was einem mit Freude die Gänsehaut über die Arme rinnen lässt. Auch einige Wiedersprüchlichkeiten,z.B. - Der Notartzt lässt den verwundeten Gerd einfach mal so aus dem Krankenwagen aussteigen -,sowie dieser Schrei-Charakter Lisa haben mich gestört. Auf der anderen Seite hat mich das Buch doch gut unterhalten und hier und da hat der Autor überraschende Wendungen zusammenfließen lassen, um dem Leser, welcher sich bis dahin so sicher war wie es Enden würde, dann doch eines besseren zu belernen.

Fazit. Für Horrorliebhaber, die es gerne etwas düsterer Mögen, wird dieses Buch wohl eher nichts sein. Alle anderen die hier und da ein kleines Gruseln willkommen heißen, sollten durchaus mal durch die Seiten wandern.


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