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Bunker Diary

Bild von Levenya

Bunker Diary

Kevin Brooks, geboren 1959, wuchs in einem kleinen Ort namens Pinhoe in der Nähe von Exeter/Südengland auf. Er studierte in Birmingham und London. Sein Geld verdiente er lange Zeit mit Gelegenheitsjobs. Seit dem überwältigenden Erfolg seines Debütromans ›Martyn Pig‹ ist er freier Schriftsteller.

Für seine Arbeiten wurde er mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, für den er innerhalb von sieben Jahren fünf Mal nominiert und den er zwei Mal erhalten hat. Seit 2011 schreibt er auch Kriminalromane für Erwachsene.
Quelle

Erster Satz:
„10.00 Uhr.“

Klappentext:
„Wenn es dich gibt und du das hier liest, bin ich wahrscheinlich schon tot.“
Eine Entführung. Ein Bunker. Und sechs Personen, die um ihr Überleben kämpfen …

Sechs Personen in einem Bunker, festgehalten von einem namenlosen Entführer, dessen Identität ebenso unklar ist wie sein Motiv. Der sechzehnjährige Linus ist der Erste. Die neunjährige Jenny sowie vier Erwachsene folgen. Der Willkür des unbekannten Täters ausgesetzt, suchen Linus und seine Mitgefangenen nach einem Weg, in dieser gnadenlosen Situation das zwangsweise Miteinander erträglich zu machen. Doch als der Entführer beginnt, sie aufeinanderzuhetzen und anbietet, einen von ihnen um den Preis des Lebens eines der anderen freizulassen, eskaliert die Situation . . .

Cover:
Das Cover ist sehr schlicht gestaltet und zeigt den Bunker mit einer Überwachungskamera. Es sind sehr düstere Farben, die bei Jugendromanen eher untypisch sind und mich gerade deswegen neugierig gemacht haben. Mich hat die Schlichtheit dazu animiert, mehr über das Buch und den Inhalt erfahren zu wollen.

Leseprobe

Buchtrailer

Kevin Brooks über “Bunker Diary”

Meinung:
Komischer weise habe ich noch kein Buch von Kevin Brooks gelesen und ich hatte auch bis vor kurzem noch nichts von ihm gehört. Umso neugieriger war ich, als ich bei der Bloggeraktion von dtv (http://www.dtv-dasjungebuch.de/) mitgemacht habe.

Erzählt wird uns die Geschichte von Linus Weems, der sich mit uns in Form von Tagebucheinträgen unterhält. Er ist der Erste, der entführt wird und in dem Bunker erwacht. Linus hat in seinen jungen Jahren schon viel erlebt und ist für mich ein Charakter, den man einfach gern haben muss. Er ist mutig, klug und jemand, der seinen Prinzipien treu bleibt. So etwas sieht man viel zu selten. Auch die übrigen Charaktere fand ich sehr passend und total unterschiedlich. Jeder zeigt eine andere Facette, hat andere Wertvorstellungen und Laster, die es zu bewältigen gilt. Obwohl alle im gleichen Boot sitzen, wächst die Gruppe dennoch nicht wirklich als Gruppe zusammen. Über allem schwebt der böse Unbekannte, der die Entführten beobachtet, bestraft und nach seinen Gelüsten lenkt. Kevin Brooks erschafft einzigartige Charaktere, die in einem Mitgefühl wecken, die uns die Nase rümpfen lassen oder uns zum Schmunzeln bringen. All diese Charaktere treffen aufeinander und versuchen, dass undenkbare zu meistern.
Die Idee des Buches ist zwar keine neue, aber Kevin Brooks erzählt sie meisterhaft erfrischend. Die Geschichte beginnt temporeich und verliert auch nichts davon. Auch die Spannung ist von der ersten Seite an greifbar und spürbar und hat mich dazu veranlasst, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Ich will an dieser Stelle auch gar nicht zuviel von der Geschichte erzählen. Man MUSS sie einfach auf sich wirken lassen.

Das Buch mit seinen Charakteren und seiner Geschichte hat mich zutiefst berührt und aufgewühlt. Am Ende des Buches war ich tot unglücklich, aber zugleich auch begeistert, dass es mal nicht dieses typische „Happy End“ gibt. Es ist ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und uns mal wieder bewusst werden lässt, wie wertvoll das Leben eigentlich ist und dass man es jeden Tag aufs neue schätzen sollte.

Kevin Brooks, den ich vorher nicht kannte, hat mich schwer beeindruckt!

Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

PS: Mein großer Dank geht an den dtv für ein Rezensionsexemplar!


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