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Das Universum hat keinen Plan...

Bild von Cynder

Mit 17 Jahren wird Alex Woods an der Grenze in Dover gestoppt. Bei sich hat er nur eine Urne voller Asche und 113 Gramm Marihuana. Doch die ganze Geschichte beginnt damit, dass ihm mit 10 Jahren der wohl seltsamste Zufall passiert, den man sich nur vorstellen kann - und die Narben trägt er bis heute davon. Damals wusste er auch noch nicht, dass er in Mr Peterson einen Freund finden wird, der ihm die wichtigsten Lektionen seines Lebens beibringt: Dass man nur ein Leben hat, und man so viele richtige Entscheidungen treffen soll wie nur möglich. Darum ist sich Alex rückblickend auch sicher, dass er alles richtig gemacht hat...

Das Buch mit den über 480 ist auf 23 Kapitel unterteilt. Die Schrift ist ziemlich durchschnittlich groß, Absätze sind ebenfalls in passenden Abständen vorhanden, was sehr angenehm zu lesen ist.
Bereits am Anfang des Buches habe ich gemerkt, dass das Buch ein wenig anders sein wird als der Großteil der Bücher, die ich sonst so lese. Ich wurde praktisch in die Handlung "hineingeworfen", und musste mich erstmal ein wenig zurechtfinden. Gerade da ist alles noch so verschachtelt, dass man neue Informationen immer etwas im Nachhinein erhält.
Aber schon nach kurzer Zeit hatte ich einen guten Überblick, und konnte richtig in das Buch eintauchen. Obwohl die ganzen "Zufälle" im Buch doch sehr unglaubwürdig sind, haben sie auf mich doch irgendwie real gewirkt.
Ich konnte mich auch sehr mit Alex identifizieren, dieser ist nämlich ein ziemlich nachdenklicher Junge, dem vieles auffällt. Zeitweise hat er relativ seltsame Gedankengänge, aber das mochte ich irgendwie. Es war eine willkommene Abwechslung.
Was mir sehr gut gefallen hat, war die Entwicklung der Freundschaft zwischen Mr Peterson und ihm. Sie sind sich eigentlich ziemlich ähnlich, und während Alex am Beginn dieser Freundschaft noch ein Kind ist, ist er gegen Ende des Buches praktisch schon erwachsen. Man merkt schon, dass er sich verändert hat, dass er gereift ist. (Und hey, wer wünscht sich denn nicht, dass sich der Protagonist weiterentwickelt?)
Auch die Sprache ist generell etwas höher, es kommen diverse Fremdwörter vor, die man sich aber fast immer aus dem Kontext zusammenreimen kann. Das Buch scheint eher für Erwachsene zu sein, würde zumindest ich sagen, aber es eignet sich auch problemlos für Jugendliche.

Fazit

Das Buch konnte sich bei mir diverse Pluspunkte holen: Da hätten wir die interessanten Charaktere, eine eigentlich gut durchdachte Story und eine tiefere Bedeutung dahinter. Auch wenn manche "Zufälle", wie ich es vorher schon erwähnt habe, einfach unglaubwürdig sind, hat es mich nicht wirklich gestört.
Insgesamt hat mich die Handlung sehr zum Nachdenken angeregt, da sich der Protagonist mit mehreren schwierigen Situationen auseinander setzt, wie Mobbing und dem Tod. Durch den etwas eigenen Schreibstil hat mich der Autor echt bewegt, und während der letzten Kapitel wusste ich nicht ganz, wie ich mich fühlen soll. Die letzten Kapitel nämlich haben auf einen wichtigen Moment aufgebaut, man wusste schon, was passieren würde - und trotzdem war ich am Ende ziemlich fassungslos.
Ich denke, dass eine Geschichte, die sich mit derartigen Themen auseinandersetzt, genau so geschrieben werden sollte: Dass sie einen sogar dann noch mitreißt und bewegt, selbst wenn man es bereits geahnt hat.
Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen, allerdings fand ich sie einfach zu lang. Alex' Gedanken werden sehr detailliert beschrieben, aber im Endeffekt wurde das Buch damit "gestreckt". Wer sich jetzt aber dafür interessiert, und sich von der Seitenanzahl nicht abschrecken lässt, dem kann ich das Buch ans Herz legen.


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