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Buch des Monats 04/14: Juliane Breinl - Feentod

Bild von Dini98

feentodInhalt:
Noraya Al Ibi ist Sängerin und hat ihren ersten großen Auftritt mit ihrer Band Engelhauch auf einem Musikfestival. Alles läuft perfekt und auch Faris, der Sänger von Ef-Ef-Why ist begeistert von ihr. Doch noch am selben Abend gibt es schrecklichen Unfall. Faris ist in eine tiefe Grube gestürzt – genau an derselben Stelle, wo ein Jahr zuvor ein Junge verunglückt ist - und liegt im Koma. Die Polizei geht nicht von einem Unfall aus und sucht nach dem Täter. Noraya ist entsetzt, doch als sie eine Droh-SMS bekommt, ahnt sie noch nicht, dass das erst der Anfang eines großen Albtraumes ist.

Gestaltung:
Das Cover finde ich wunderschön. Eigentlich bin ich kein Fan von solchen rosafarbenen Tönen, aber hier ist es einfach super geworden. Die schwarzen Federn bilden einen guten Kontrast und ich bin mir sicher, dass ich in der Buchhandlung nach diesem Thriller gegriffen hätte, allein schon wegen der außergewöhnlichen und schönen Gestaltung.

Stil und Sprache:
Juliane Breinl hat einen angenehmen Schreibstil – ich konnte richtig ins Geschehen einsteigen und die Handlung hat sich praktisch vor meinem inneren Auge abgespielt. Auch die Dialoge fand ich gelungen, denn sie waren authentisch und auch an Jugendliche angepasst. Super fand ich übrigens auch die Songtexte. Sie sind so gut, dass man Noraya förmlich in seinem Kopf singen hört.

Figuren:
In Noraya konnte ich mich sehr gut hineinversetzten. Sie ist eine sympathische Protagonistin und man konnte ihre Gefühle und Handlungen immer gut nachvollziehen. Mit ihrem strengen tunesischen Vater dagegen hatte ich anfangs so meine Probleme, weil seine Sorge um seine Töchter oftmals sehr übertrieben war, aber so wie er im Buch beschrieben wird, kann man es später auch ein klein wenig mehr verstehen. Die anderen Figuren waren im Verlauf des Thrillers zum Teil schwer einzuschätzen, doch auch sie handelten mit verständlichem Hintergrund und kamen realistisch rüber.

Handlung/Idee:
Dieser Thriller unterscheidet sich meiner Meinung nach von anderen. Es stehen hier nicht ein Verbrechen oder Psychospielchen im Vordergrund, sondern vor allem die Protagonistin selbst und ihr Umfeld. Ich fand es sehr gut, dass so viele verschiedene Themen in dem Buch aufgegriffen wurden (Ausländerhass, Stalking, Koma, …). Die Umsetzung insgesamt ist sehr gelungen.

Fazit:
Ein besonderer Thriller, der mich überrascht, aber auch gefesselt und in Atem gehalten hat. Unbedingt lesen!

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