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Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben

Bild von RasenderRolli

Ich bin kein Fan von Sven Hannawald, muss gestehen, dass ich mit dem Namen anfangs kaum etwas anfangen konnte, Aber mich interessierte das Thema, nämlich wie ein junger Mensch auf dem Höhepunkt seines Lebens das Burn-Out-Syndrom bekommt und damit fertig wird.

Ich muss leider sagen, dass ich so einige Seiten einfach überschlagen und quer gelesen habe, denn mich interessieren die ganzen technischen Fakten über den Skisprung herzlich wenig. Ich finde, dass die auch nicht in eine Biographie gehören, sondern viel eher in ein Lehrbuch. Die Schilderung dann von dem Zusammenbruch und wie er da wieder heraus kam, fällt dafür äußerst kurz aus bzw. fehlt sogar ganz. Insgesamt ergibt die Schilderung des Lebens dann leider auch keine runde Geschichte. Es werden einige Punkte angesprochen, aber sie werden nicht zuende erzählt. Für mich blieben jede Menge Fragen zurück. Es wird etwa ein Hund angesprochen, der im über einiges hinweg helfen sollte - aber dann taucht er nicht mehr auf, stattdessen sieht man auf einem Foto einen anderen Hund. Die Freundinnen wechseln plötzlich, ohne dass ein Grund genannt wird. Und dann gibt es Widersprüche wie etwa die angeblich nicht vorhandenen Westkontakte, die ihm eine gute Kindheit in der DDR bescheren und ihn in die Fördergruppe bringen, von denen er später aber jede Menge aufzählt.

Insgesamt ist dieses Buch für mich eine Enttäuschung. Ich habe ein anderes Verständnis von einer Biographie, wo auch intime Gedanken und Momente erzählt werden. Ich kann zwar verstehen, dass Sven Hannawald dies nicht unbedingt möchte, nicht alles preisgeben will - aber dann soll er keine Biographie schreiben. Dies ist eine Aufzählung von irgendwelchen Fakten oder auch Gedankenfetzen, die aber kein Gesamtwerk ergeben und sich teilweise sogar widersprechen.

Deshalb leider nur ein Stern.


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