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Der Schatten meines Bruders

Bild von Dini98

Inhalt:
Seit dem Tod ihres Bruders ist für Kaia nichts mehr wie früher. Ihre Mutter betrinkt sich, Kaia hat keine Freunde mehr und ihr Klassenlehrer schimpft nur mit ihr. Doch dann taucht plötzlich ein Junge in der Schule auf. Der Junge scheint seine eigenen Regeln zu haben, denn er kommt und geht, wie er es möchte. Außerdem spricht er nicht. Kaia und der fremde Junge werden Freunde. Ohne ein Wort gewechselt zu haben.
Ihre Freundschaft ist etwas Besonderes, denn der Junge hört Kaia zu, versteht sie und hilft ihr das Leben wieder als lebenswert zu sehen.

Gestaltung:
Ich finde das Cover sehr schön gestaltet und es passt zu dem Buch, weil man mit der Zeit erfährt, welche große Bedeutung Bäume für Kaia haben. Der kleine Schatten, der an dem Baum lehnt, verrät schon ein wenig die Traurigkeit und die Einsamkeit eines Kindes, die in dem Buch steckt. Auch die Innengestaltung finde ich gelungen und die einzelnen Kapitelüberschriften schön gestaltet.
Auch wenn das Buch auf den ersten Blick sehr dünn wirkt, es steckt eine berührende Geschichte darin, die gar nicht mehr Worte gebraucht hätte.

Stil/Sprache
Tom Avery hat einen angenehmen Schreibstil, der sich schön flüssig liest. Kaias Geschichte wird in überwiegend knappen Sätzen erzählt, weil meistens nur ihre Gedanken beschrieben werden. Man braucht überhaupt keine Vorstellung von der Umgebung, in der sich die Handlung abspielt, schon allein Kaias Gedanken reichen. Manchmal hat es mich überrascht, wie erwachsen Kaias Sprache manchmal war, aber wenn man bedenkt, was sie alles durchgemacht hat, dann kann man sich schon vorstellen, dass sie das reifer gemacht hat, als ihre Mitschüler es sind.

Figuren:
Kaia ist eine sehr nachdenkliche Person. Sie schweigt lieber, als das sie etwas sagt und sie nimmt Situationen schnell so an, wie sie sind. Wie schon gesagt, für ihr eigentliches Alter wirkte sie überraschend erwachsen. Auch wenn sie sich innerlich oft von den Gefühlen überwältigen ließ.

Den fremden Jungen einzuschätzen, ist sehr schwer. Er hat ja kein einziges Mal gesprochen oder anderweitig etwas von sich preisgegeben. Ich hätte schon gerne mehr über ihn erfahren, weil es so immer schwierig war, sein Verhalten zu verstehen. Am meisten interessiert mich immer noch, ob er wirklich sprechen kann oder nicht will, und was der Grund dafür ist. Aber dieses Geheimnis behält der Autor wohl für sich.

Handlung/Idee:
Auch wenn in diesem Buch nicht viel passiert, es stecken so viele Emotionen dahinter und so viel Tiefgang, dass selbst die kleinsten Sachen plötzlich eine große Bedeutung bekommen. In Kaias Welt einzutauchen ist einfach unglaublich und ich denke, man kann auch einiges aus dem Buch lernen.

Dieses Buch kann auf jeden Fall auch von Erwachsenen gelesen werden. Ich empfehle es sogar dringend!

Fazit:
Eine der berührendsten Geschichten, die je gelesen habe! Man taucht vollkommen in das Geschehen ein und man fühlt sich wirklich wie Kaia. Wahnsinn!


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