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Einfach Göttlich

Bild von Anni-chan

Klappentext
In der Unterwelt ist die Zeit für immer.
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie Tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich!
Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf!
SPIEGEL Besteller: Nach Band eins »Göttlich verdammt« wurde der zweite Band der grandiosen "Göttlich"-Trilogie schon sehnlichst erwartet.

Sagt der Klappentext nicht schon alles? Wenn man mal davon absieht, dass es wohl Scion Häuser, statt Häuser Scion heißen sollte, macht mich dieser Klappentext auf das neugierig, was in diesem Buch thematisiert wird. Ich muss zugeben, ich bin kein Fan von Dreiecksbeziehungen, aber der erste Teil hat mich so überzeugt, dass ich es einfach lesen musste.

Schreibstil:
Ich weiß, dass viele den Schreibstil als zu einfach und einfallslos einschätzen. Ich persönlich mag ihren Schreibstil. Der der Übersetzerin ließ allerdings sehr zu wünschen übrig. Deshalb bin ich sehr froh, die Bücher doch noch mal in der Originalsprache Englisch gelesen zu haben.

Charaktere: (zumindest die Meisten)
Helen:
Ich finde, Helen ist in diesem Teil mehr aus sich herausgekommen. Wenn sie sich im ersten Band immer an Lucas und was er ihr erzählt, hält, ist sie in diesem Buch selbstständiger. Sie hat ihre Mission in der Unterwelt und ist entschlossen, sie zu lösen. Sie weiß, dass sie das alleine durchstehen muss und jammert auch nicht rum, obwohl sie völlig am Ende ihrer Kräfte ist.
Vielen erscheint Helen als zu perfekt – als Mary-Sue. Die Ansicht teile ich gar nicht, denn nur weil sie ihr Schicksal akzeptiert und versucht, das Beste daraus zu machen, ist das noch lange keine Perfektion.
Wie will man in einer solchen Situation schon perfekt sein: Sie geht jede Nacht in die Unterwelt, um eine Mission zu erfüllen, an der schon so einige verzweifelt sind. Dabei ist sie allein und niemand kann ihr dabei so richtig helfen. (Orion zählt nicht, weil er genauso keine Ahnung hat, wie Helen) Gleichzeitig muss sie versuchen, Lucas zu vergessen, weil sie ja aus Gründen, die im ersten Teil genannt werden, nicht zusammen sein dürfen.
In meinen Augen hat Helen das sehr gut gemeistert und dafür gewaltig Respekt verdient.

Lucas:
Lucas hat sich verändert. Im ersten Band war er mehr der Sunnyboy. Er war witzig, zuverlässig, loyal, gutaussehend und ein Gentleman. Wär würde sich nicht so einen Freund wünschen? Im zweiten Teil ist er nicht mehr so perfekt, wie ich ihn eben beschrieben habe, denn selbst Lucas hat eine dunkle Seite. Er macht im zweiten Buch der Göttlich-Trilogie eine Entwicklung durch, mit der man wohl im ersten Band noch nicht gerechnet hätte.
Auch von ihm wird erwartet, dass er sich von Helen fernhält, um es ihr einfacher zu machen. Allerdings bin ich mit der Art, wie er das erreichen wollte, nicht einverstanden. Natürlich war das nicht seine Idee, sondern Castors, aber es war immer noch seine eigene Entscheidung.
Ich kann Lucas in diesem Band sehr gut verstehen und ich finde es schön, dass auch Teile des Buch aus seiner Sicht aus geschildert werden, so dass wir auch erfahren, wie er fühlt und wie es ihm mit allem geht.

Orion:
Orion ist der neue Junge, quasi der Jacob aus der Göttlich-Trilogie, der auftaucht, als Helen nicht mehr mit Lucas zusammen ist und versucht sie darüber hinweg zu trösten. Natürlich ist Orion auch ein Scion. Wäre ja sonst auch zu einfach. Ich glaube, Orion sollte witzig sein. Leider fand ich ihn gar nicht so witzig. Bloß sein Name bringt mich immer zum Lachen, aber das liegt daran, dass es in meiner Heimatstadt ein Erotikgeschäft mit dem Namen Orion gibt.
Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass mir Orion nicht gefallen hat. Er ist einfach nur der Junge, der im zweiten Teil eingeschoben wurde, um die Beziehung zwischen Helen und Lucas komplizierter zu machen. So erschien es mir auf jeden Fall. (Nichts gegen Team Orion, aber ich gehöre zur anderen Seite)

Hector:
Ach, Hector. Nach dem ersten Band hatte ich schon Bedenken, dass Hector hier gar nicht auftauchen würde. Zum Glück hatte er schon einige Auftritte, um uns mit seinen Sprüchen und Kommentaren zu erfreuen. Er hat sich in diesem Teil so gut wie nicht verändert, außer, dass er ein wenig ernster geworden ist, aber das ist angesichts der Situation schon verständlich. Hector hat mir in diesem Teil wieder sehr gut gefallen. Witzig finde ich immer noch, wie er Helen immer noch Prinzessin nennt und wie sie das immer noch nicht mag. Auch wenn Hectors Auftritte aufgrund seines „Studiums in Europa“ begrenzt waren, hat er die Handlung doch immer aufgelockert, was mir sehr gefallen hat. Ich freue mich auf den dritten Band und hoffe, dass auch Hector sein Happy End bekommt.

Claire & Jason:
Claire und Jason habe ich mal zusammengefasst. Wieso? Wie wir alle schon erwartet haben, die Beiden sind jetzt ein Paar. Aber um ehrlich zu sein, wirkt sich das nur negativ auf ihre Persönlichkeiten aus. Im ersten Teil waren die ständigen Streitereien zwischen den beiden ja wirklich sehr amüsant, aber jetzt: ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Claire schwebt auf Wolke 7, wie toll Jason doch ist und redet nur noch von ihm, während Helen diesen ganzen Liebeskummer und Herzschmerz wegen Lucas durchmacht. Jason ist allerdings auch nicht gerade viel besser. Er will Claire immer nur beschützen und ist der Meinung, dass sie nicht sicher ist, wenn sie sich in Helens Nähe aufhält. Jason verbringt praktisch die ganze Zeit nur damit, einen Grund zu suchen, um Helen fertig zu machen. Die Beiden haben mir in diesem Band gar nicht gefallen, aber vielleicht wird ihr Verhalten im dritten Band ja wieder besser. Ich bin gespannt.

Handlung:
Am Anfang ein bisschen schleppend. Es geht darum, wie Helen ihre Mission in der Unterwelt meistern soll. Diese zieht sich durch das gesamte Buch und ist in den ersten Kapiteln immer gleich. Helen geht in die Unterwelt und findet nichts raus. Dann trifft sie Orion. Es gibt einige hirnlose, aber schon lustige SMS-Unterhaltungen. Natürlich gibt es auch neue Widersacher. Diesmal ein bisschen mythologischer ausgelegt, gibt es schon einige Dinge, die man nicht versteht, wenn man sich nicht damit befasst hat. Zum Beispiel habe ich vor Göttlich verloren noch nie von Myrmidonen gehört.
Gegen Ende des Buches kommt dann alles auf einmal und macht es echt schwer, den Faden nicht zu verlieren.
Aber auch allgemein ist es nicht leicht, sich vorzustellen, über welchen Zeitraum, sich die Handlung erstreckt. (Es sind übrigens zwei Monate: 27.08 ‑ 31.10)
Auch wenn ich jetzt so viele negative Punkte genannt habe, muss ich sagen, dass ich die Handlung von der Idee richtig klasse finde.

Fazit:
Die Göttlich-Trilogie ist ein einzigartiges Leseerlebnis. Natürlich ist es nicht perfekt. Aufgrund der verschiedenen Geschmäcker kann es einfach kein Buch geben, dass alle Anforderungen erfüllt, aber wenn es ein Buch geben sollte, dass dessen nahe kommt, dann ist es auf jeden Fall die Göttlich-Trilogie. Das Thema der griechischen Mythologie ist endlich mal ein bisschen frischer Wind in dem Fantasy-Genre und ich möchte diesem Buch trotz seiner Fehler die 5 Sterne geben, denn man achtet beim Lesen nicht darauf, dass der Schreibstil von möglich vielen Stilmitteln unterstützt wird, sondern man liest das Ganze. Ein Buch muss einen Menschen berühren. Wenn ein Buch einen Menschen in seine Welt entführt, dann es ist ein gutes Buch. So wie die Göttlich-Trilogie.

5/5 Sterne


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