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Die Auslese - Nur die Besten überleben

Bild von Levenya

Die Auslese
- Nur die Besten überleben

Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin.
Quelle

„Die Auslese“ ist der Auftakt der dystopischen „The Testing Trilogy“. Ein Interview mit der Autorin findet ihr hier:
Interview!

Klappentext:
Sie wurden auserwählt, um zu führen - oder zu sterben

Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …

Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!

Cover:
Das Cover gefiel mir auf den ersten Blick eigentlich ganz gut. Eine starke junge Frau, die augenscheinlich die Protagonistin des Buches widerspiegelt.
Auch auf den zweiten Blick finde ich das Cover noch sehr gelungen. Die junge Frau verkörpert für mich perfekt die Protagonistin Cia und ist sehr schön dargestellt. Es macht neugierig auf den Inhalt des Buches und verrät nicht zuviel. Dennoch habe ich schon Cover gesehen, die mich mehr überzeugt haben. Alles in allem mag ich es aber.

BUCHTRAILER

LESEPROBE

Meinung:
Mal wieder eine Dystopie, die ich eigentlich schon letztes Jahr auf meinem SuB lag. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, sie zu lesen und ich muss sagen, ich fand sie gar nicht schlecht.

Die Autorin fasst das Buch kurz und knackig zusammen:
Willkommen im Vereinigten Commonwealth, einer Gruppe von 18 Kolonien in Nordamerika, die die verheerenden Folgen eines mit biologischen Waffen geführten Krieges und der Naturkatastrophen überlebt hat. Jedes Jahr wählt das Commonwealth die besten und klügsten Schulabsolventen jeder Kolonie als Kandidaten für ein Universitätsstudium aus, bei dem sie ihre Begabungen nutzen, um die Erde wieder aufzubauen und zum Wohlstand des Commonwealth beizutragen. Die über mechanisches Geschick verfügende Cia wünscht sich nichts sehnlicher, als für die Auslese auserwählt zu werden; doch sie weiß, dass ihre Chancen als jüngste Absolventin der kleinsten Kolonie verschwindend gering sind. Nichtsdestotrotz befindet sich Cia unter den vier Auserwählten. Aber ihre Begeisterung währt nicht lange, da ihr Vater glaubt, dass bei der Auslese nichts so ist, wie es scheint. Von den Kandidaten, die durchgefallen sind, hat man nie mehr etwas gehört und die, die weiterkommen, können sich nicht daran erinnern, was an jenen schicksalsschweren Tagen vorgefallen ist. Nun muss Cia entscheiden, wem sie vertrauen kann und hoffen, dass sie scharfsinnig genug ist, um nicht nur die Auslese zu bestehen, sondern auch ihr Leben und das ihrer Freunde zu retten.
Quelle

Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin Cia erzählt, die mir auf Anhieb sehr sympathisch war. Für mich immer schon die halbe Miete, um das Buch überhaupt weiter zu lesen. Cias Prinzipien und Sichtweisen bezüglich das Miteinander, die Umwelt betreffend und vor allem das Leben selbst zu respektieren und wertzuschätzen, hat mir sehr gut gefallen. Als eine sehr starke Persönlichkeit bleibt sie trotz aller Widrigkeiten ihren Prinzipien treu und versucht alles, um nicht zu einer Person zu werden, die das Vereinigte Commonwealth aus ihr zu machen versucht. Auch die weiteren Charaktere und Mitstreiter, wie z.B. Tomas, Zandri oder Will, passen alle sehr gut ins Geschehen und unterstützen den Handlungsverlauf. Die Autorin erschafft vielfältige Charaktere, die alle einen wichtigen Part in der Geschichte zu spielen haben. Dennoch fallen sie neben der ausdrucksstarken Protagonistin ab.

Das Setting ist das einer typischen Dystopie und auch die Regierung des Vereinigten Commonwealth bringt nichts Neues, sondern ist altbekannt.
Die Methode der Auslese, welche die Kandidaten durchlaufen, hat auch viele altbekannte Elemente, wie man sie schon aus anderen Dystopien kennt. Dennoch muss ich sagen, dass die Autorin es sehr gut schafft, alles in ihrer eigenen Geschichte zu verpacken und toll zu erzählen. Deswegen stört es mich nicht sonderlich.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Er ist leicht, sehr flüssig zu lesen und es animiert zum Weiterlesen. Sehr anschaulich tauchen wir ein in die Welt von Cia, die komplett aus den Fugen gerät und auf den Kopf gestellt wird. Die Autorin erzählt mit sehr viel Gefühl, Spannung und Dynamik.

Die zarte Liebesgeschichte zwischen Cia und Tomas hat gut reingepasst, hätte meiner Meinung nach aber gar nicht sein müssen. Dennoch hat es mir gut gefallen. Joelle Charbonneau übertreibt nicht, überlädt nicht und bleibt realistisch.

Das Ende des ersten Bandes hat mir sehr gut gefallen. Erst nach Beendigung des Buches habe ich erfahren, dass es der Auftakt zu einer Trilogie ist. Deswegen muss ich sagen, dass ich „Die Auslese“ auch sehr gut als Einzelband hätte stehen lassen können. Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie es weitergeht, wie sich die Charaktere weiterentwickeln und vor allem hoffe ich, dass die Dynamik des Buches erhalten bleibt.

Punktabzug gibt es bei mir deswegen, weil ich schon zu viele Dystopien gelesen habe, die mir weitaus besser gefallen haben und mich echt umgehauen haben. Hätte ich „Die Auslese“ als eine meiner ersten Dystopien gelesen, hätte ich bestimmt mehr Punkte verteilt. Alles in allem mochte ich das Buch sehr und Fans von Dystopien kann ich es nur ans Herz legen.

„Independent Study“ (Originaltitel) ist der zweite Teil der Auslese-Reihe und schon in Planung. Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Oktober 2014.
„Graduation Day“ (Originaltitel) ist der dritte Teil der Auslese-Reihe und wird voraussichtlich im Oktober 2015 erscheinen. Ich bin schon gespannt.

Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/


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