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Der Penner im Pyjama ist mein Papa

Bild von Elfenwind

Hobbys, Ausgehen, Sport, mal ne Kaffee, mal ein Buch, mal neue Kosmetik. Wöchentliches Taschengeld-klar, das erwarten und bekommen die meisten Teenys. Doch was, wenn der Hauptverdiener der Familie plötzlich meint, er macht nicht mehr mit, seinen Job kündigt und sich nun ganz als Gartenselbstversorger verdingen will. Stress pur- da fehlt nicht nur das Geld an allen Ecken und Enden.
So geht es Jenny und Karla als ihr Vater seinen Job hinschmeißt und sie nun sehen müssen, wie sie zu Recht kommen.
Das Buch wird aus 2 Sichtweisen erzählt. Jenny kurz vor dem Abitur auf der Suche nach ihrer Zukunft, die sie sich eigentlich rosig ausgemalt hat mit eigenem Auto, Studium in Wien und toller kleiner Wohnung und hipper Studentenzeit. Doch nun fehlt das Geld dazu. Ihre Schwester Karla ist 13. Auch bei ihr ändert sich einiges. Wie gehen die beiden damit um?
Karla erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, als Ich –Erzählerin. Sie wirkt dabei näher am Leser, es fühlt sich direkter an. Jennys Sichtweise wird von außen erzählt. Als Leser hat man das Gefühl ein Erzähler berichtet über ihr Leben.
Der eigentliche Hauptverursacher dieses Teenychaos, der Papa, bleibt eher unscheinbar, außen vor, verkrochen wie in der Geschichte in seinen Gartenplänen. Aber die Sicht der Teenys fand ich sehr gut dargestellt. Im Endeffekt kann es jede Familie jederzeit treffen. Arbeitslosigkeit, die vielleicht manchmal nicht selbst gemacht ist und schon ändert sich die Lebensqualität, die gerade die Kinder gewohnt sind. Das macht schon nachdenklich und ich fand das Buch trifft dabei genau den Ton und die Sichtweise, die Jugendliche haben. Was wäre wenn das so oder ähnlich in unserer Familie passiert?
Es geht auch ein wenig um die Erwachsenen. Eltern, die Wünsche, Lebensziele in ihre Kinder projizieren- wie geht man damit um? Deshalb ein All-Age Buch in meinen Augen. Hält Kindern / Jugendlichen und auch Eltern ein wenig einen Spiegel vor. Wie geh ich mit meinem Leben um? Weiß ich mein Leben zu schätzen? Was kann ich ändern?
Manchmal etwas lang, aber insgesamt hat es mir gut gefallen. Die Botschaft kommt an. Lässt einen schmunzeln und nachdenklich werden.

Schwarzkopf Verlag
2013
Elisabeth Schmied

von mir 4 von 5 Sternen...
( ich veröffentliche meine Rezis auf diversen Seiten...)


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