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Dreams’n’Whispers

Bild von Stephie89

Inhalt
Jetzt, da Evie endlich das völlig normale Leben führt, das sie sich immer gewünscht hat, muss sie zu ihrer eigenen Enttäuschung feststellen, dass es bei weitem nicht so spannend ist, wie es in ihrer Lieblingsserie immer aussah. Statt Zickenkriegen und Intrigen auf dem Schulflur, muss Evie langweiligen Unterricht und eine fiese Sportlehrerin über sich ergehen lassen. Und auch nach der Schule sieht es nicht viel besser aus, denn Lend geht nun aufs College und Evie sieht ihn daher nur noch an den Wochenenden.

Da sie Raquel sehr vermisst hat und etwas für die Paranormalen tun will, zögert Evie deshalb trotz der Bedenken von Lend und seinem Vater nicht lange als diese sie im Namen der IBKP um Hilfe bittet. Doch die Aufträge sind weitaus komplizierter als gedacht und schon bald muss Evie sich wieder mit ihren gefährlichen Fähigkeiten auseinander setzen …

Kritik
Dreams’n’Whispers ist mindestens genauso fesselnd und amüsant wie schon der Vorgänger und Kiersten White gelingt es erneut den Leser mit ihrer Welt zu faszinieren. Immer wieder macht man im Verlauf der Geschichte Bekanntschaft mit neuen interessanten Paranormalen, teilweise mit vielleicht schon aus anderen Büchern bekannten Wesen, teilweise aber auch mit solchen, von denen man bisher noch nie etwas gehört hat. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Gestalten Evies Welt zu bieten hat und dabei hat man vermutlich noch nicht einmal alle kennen gelernt.

Die Handlung selbst zieht einen genauso schnell wieder in ihren Bann wie es beim ersten Teil der Fall gewesen ist, sodass sich auch die Fortsetzung sehr schnell lesen lässt. An Spannung mangelt es ebenfalls nicht. Irgendjemand scheint es auf Evie abgesehen zu haben, denn die vielen gefährlichen Ereignisse können nicht alle nur Zufälle sein. Evie selbst verdächtigt natürlich zuerst die Feen, aber stecken die auch tatsächlich dahinter?
Viele Paranormale, insbesondere die Gäste in dem Diner, in dem Evie arbeitet, verhalten sich in ihrer Gegenwart äußerst seltsam und Raquel berichtet davon, dass neben Lends Mutter viele Elementargeister spurlos verschwunden sind.

Außerdem stehen in diesem zweiten Band Evies besondere Fähigkeiten im Mittelpunkt. In einigen Situationen ist sie mehr oder weniger dazu gezwungen sie einzusetzen um ihr Leben zu schützen, doch das hat, wie sie selbst schon bald darauf feststellen muss, auch seine Konsequenzen und es stellt sich die Frage, ob und wie lange Evie sich noch kontrollieren kann.
Diese Fähigkeiten könnten aber, so schreckliches Unheil wie sie durch Vivians Hände auch angerichtet haben mögen, durchaus hilfreich für manche paranormale Wesen sein, z.B. wenn Unsterbliche tatsächlich irgendwann ihren Tod herbei sehnen.

Das Ende, welches glücklicherweise wieder in sich abgeschlossen ist, kommt ziemlich unerwartet und ist sogar etwa schockierend, da man mit diesen Entwicklungen so einfach nicht gerechnet hatte. Ein paar Fragen, beispielsweise um Evies richtige Herkunft, werden beantwortet, andere bleiben offen, darunter die Frage wo die Feen tatsächlich herkommen und warum sie nicht selbst dorthin zurückkehren können, und erhalten hoffentlich im nächsten Teil eine Antwort. Nach der letzten Seite ist man jedenfalls schon richtig neugierig auf den Abschluss dieser Trilogie und damit das Ende der Geschichte um Evie und Lend.

Evie selbst verliert in Dreams’n’Whispers zwar nicht unbedingt an Sympathie, aber man steht ihrem Verhalten manchmal schon sehr skeptisch oder sogar missbilligend gegenüber, z.B. wenn sie einfach nicht ehrlich zu Lend ist, und macht sich sorgen darüber, welchen Einfluss der Einsatz ihrer Fähigkeiten, vor allem auf Evie selbst, haben könnte.

Die Beziehung zwischen Evie und Lend wird vor neue Herausforderungen gestellt, darunter so ‚normale’ Schwierigkeiten wie das Führen einer Fernbeziehung, aber auch paranormale Probleme, wie z.B. der Umstand, dass Lend unsterblich ist, was Evie ihm immer noch verheimlicht, weil sie große Angst davor hat, dass er sich gegen ein Leben mit ihr entscheiden und sie verlassen könnte, sobald er es erfährt. Nachdem Evie aber endlich mehr über sich, ihre Herkunft und ihre Vergangenheit weiß, findet sie zu sich selbst und gewinnt an Selbstbewusstsein. Dadurch lernt sie schließlich auch mehr Vertrauen in Lend und ihre gemeinsame Beziehung zu haben. Außerdem müssen sowohl Lend als auch Evie erkennen, dass nicht alles immer nur schwarz oder weiß ist, weder die verschiedenen Paranormalen, noch die IBKP.

Des Weiteren taucht im zweiten Teil eine neue interessante, aber auch sehr rätselhafte Figur auf: Jack. Er ist ein Mensch, lebt aber in der Feenwelt und kann sogar die Feenpfade benutzen. Er hat viele Dinge mit Evie gemeinsam, ist aber auch sehr schwer einzuschätzen. Man fragt sich, was er wirklich im Schilde führt, was er für Ziele verfolgt und ob er tatsächlich so harmlos ist wie es zunächst den Anschein hat.
Ferner gibt es ein eher unerwartetes Wiedersehen mit Vivian, allerdings nur indirekt, was es aber immerhin ermöglicht sie noch ein wenig besser verstehen zu lernen.

Fazit
Dreams’n’Whispers ist eine tolle Fortsetzung, die die Erwartungen des Lesers erfüllt und wieder mit den gleichen Qualitäten von sich überzeugen kann: sympathische Figuren, Humor, ein bisschen Romantik sowie eine interessante Handlung. Kiersten White hat einfach eine tolle Art zu Schreiben und macht mit diesem zweiten Teil große Lust auf den letzten Teil dieser amüsanten Trilogie!


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