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The Start-up

Bild von Stephie89

Inhalt
Adam und Amelia Dory sind anders als die restlichen Studenten auf dem Campus der renommierten Stanford Universität. Nicht etwa, weil sie Zwillinge sind, sondern weil das Studium für die ehemaligen Pflegekinder im Gegensatz zu den vielen reichen Töchtern und Söhnen aus gutem Hause nur durch umfangreiche Stipendien möglich ist.

Während Adam sich noch nicht sicher ist, was er mit seinem Leben anfangen will und welches Hauptfach er wählen sollte, hat Amelia schon eine ganz genaue Vorstellung von ihrer Zukunft: Programmieren. Wie ihre Kommilitonen verbringt sie die meiste Zeit damit vor dem Computer zu sitzen und neue Programme zu entwickeln, die dem Nutzer das Leben leichter machen sollen. Doch ihr herausragendes Talent dazu bringt nicht nur Vorteile mit sich, denn Amelia findet die erschreckende Wahrheit über eine Software heraus, die gerade für mehrere Milliarden Dollar verkauft werden soll. Eine Wahrheit, die nur wenige Personen kennen und deren Entdeckung Adam und Amelia noch weitaus mehr kosten könnte als nur ihre Stipendien …

Kritik
The Start-up von Sadie Hayes ist der Auftakt zu einer ganzen Serie über die Zwillinge Adam und Amelia, die sich vor allem mit dem Thema Technologie und Fortschritt beschäftigt, allerdings nicht im Genre Science-Fiction, sondern sehr realitätsgetreu. Daher spielt natürlich auch der Datenschutz, der vor allem im ersten Teil zum tragenden Konflikt zählt, eine wichtige Rolle.

Die Autorin hat einige interessante Informationen über bekannte Entwickler und Entwicklungen, z.B. über die Gründer von Google, eingebaut, die auch für diejenigen nicht langweilig sind, die sich im Allgemeinen nicht so für Technik begeistern können. Dabei vermischt sie reale Fakten gekonnt mit selbst hinzu gedichteten.

Das Umfeld, insbesondere das soziale, in dem Adam und Amelia sich befinden, ist sehr interessant. Es ist etwas Neues, Unbekanntes und damit auch Aufregendes, das es erst noch zu entdecken gilt. Gerade wenn man wie Adam und Amelia nicht zu jener reichen Oberschicht gehört, taucht man gern in deren Welt ein und schaut sich neugierig darin um.

Die Zwillinge sind zwei ganz besondere Figuren. Sie stellen sympathische und sehr bodenständige Hauptfiguren dar, mit denen man sich gut identifizieren kann. Trotzdem sind die Beiden auch sehr unterschiedlich. Während Amelia schon damit zufrieden ist einfach nur Programmieren zu können, strebt Adam nach Höherem und würde gern zu den reichen Studenten gehören, die in Geld nur so schwimmen und sich um nichts wirklich sorgen müssen. Obwohl er und seine Schwester sich in diesem Punkt absolut uneinig sind, haben sie eine sehr enge Bindung zueinander und würden in jedem Fall zusammen halten. Das wird vor allem zum Ende hin sehr deutlich, wenn Amelia für ihren Bruder über ihren Schatten springt.

Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, darunter natürlich die von Adam und Amelia, aber auch einiger anderer Nebenfiguren. Dadurch erhält man einen umfassenden Einblick in die Gedanken und Gefühle der unterschiedlichen Charaktere und kann diese viel besser einschätzen. Teilweise hat man daher sogar einen Wissensvorsprung vor den beiden Protagonisten.
Der Schreibstil von Sadie Hayes ist nicht außergewöhnlich, lässt sich aber durchaus angenehm und flüssig lesen.

Zum Ende hin gelingt es der Autorin noch einmal richtig Spannung aufzubauen, sodass man die letzten Kapitel in einem Durchgang liest. Die Konsequenzen von Amelias Entdeckung könnten ihr Leben und das ihres Bruders für immer verändern. Hinzu kommt noch ein unerwarteter, aber sehr starker Cliffhanger auf der letzten Seite des ersten Teils, der einem nicht nur Lust auf die Fortsetzung macht, sondern den Leser dazu bringt diese sofort lesen zu wollen.

Fazit
The Start-up ist zwar ein kurzer, aber dafür wirklich gelungener Auftakt zu einer Serie, die man sicher weiter verfolgen wird. Sadie Hayes hat ein interessantes Umfeld und sympathische Charaktere erschaffen, die Lust auf mehr machen. Die Handlung sowie das Thema sind erfrischend neu und unverbraucht. Zudem kommt das Buch auch ohne eine große Liebesgeschichte gut aus.


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