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In einem Boot von Charlotte Rogan

Bild von Janama

"In einem Boot" von Charlotte Rogan hörte sich (nach der Grundidee der Handlung )für mich total interessant, spannend, fesselnd , dramatisch und packend an, leider jedoch haperte es im Buch etwas mit dieser gewünschten Umsetzung^^
Eine wirklich tolle Idee, im Ansatz war es auch recht gut geschildert worden, dennoch konnte es mich nicht wirklich in den Überlebenskampf der Menschen mitnehmen. Ich fühlte zwar schon ein wenig mit ihnen mit, dennoch muss ich gestehen, weinte ich keinem eine Träne hinterher....Dies hat zu einem damit zu tun, dass die Charaktere auf dem Rettungsboot ziemlich blass und unsympathisch waren und ich mich in keinster Weise zu ihnen hingezogen fühlte. Natürlich kann man hier den Einwand hervorbringen, dass man kaum "nett" sein kann, wenn man damit beschäftigt ist, seine eigene Haut zu retten, und das ohne Verluste.
Ich fand sie waren wie das weite Meer, auf dem sie sich befanden, einfach nur schwer zu fassen, und ziemlich wankelmütig.
Toll fand ich zwar, dass man hier sehr gut in die dunkle und in jedem Menschen innewohnende "Psyche" entführt wird, die uns in schwierigen Situationen zu einer nicht mitfühlenden Kampfmaschine verwandelt, sondern auch dass man wenn man um sein eigenes Leben bangen muss, nicht zwischen Recht und Unrecht entscheiden kann. ..

Das Buch ist eigentlich in drei Teile aufgegliedert; es beginnt damit, dass sich Grace im Gefängnis befindet, da sie und 2 weitere Frauen bzw damalige Insassen des Rettungsbootes wegen Mordes angeklagt sind. Dann beginnt auch schon recht schnell die eigentliche Handlung, bzw der dramatische Überlebenskampf auf hoher See. Dies bekommen wir von Grace geschildert, die uns ihre Geschichte erzählt, bzw während sie sich an die Vergangenheit erinnert. Hier erfahren wir, dass ein Luxusschiff auf dessen sie sich befunden hatte, gesunken ist. Sie und weitere Passagiere des Schiffes, können sich auf eines der wenigen Rettungsboote flüchten.
Während sie am Anfang noch dankbar sind an Bord dieses Fleckchen Sicherheit zu sein, und auch an ihre baldige Rettung glauben....plätschert die Handlung leicht dahin....so auch wir ihr Boot inmitten des weiten Meeres.
Obwohl der Leser einen Überblick über die Personen auf dem Boot bekommt, kommt kein Bezug zu ihnen auf, und ich verwechselte ab und an die einzelnen Personen (das kommt eigentlich nicht oft bei mir vor, dass ich zu verwirren bin^^) .
Nach und nach tauchen die ersten Probleme und Hindernisse auf hoher See auf.
Nicht nur, dass das vorhandene Survival Essen und Trinken Packet langsam zur Neige geht, auch die drängende Frage taucht an die Oberfläche, wie sie Ballast an Bord verlieren können....denn sie sind überfüllt, und drohen gar zu kentern. Doch wer möchte schon freiwillig sterben? Wer sich opfern? Oder wie sucht man Menschen aus, die sterben sollen?
Auch die Frage des Kommandos auf dem kleinen Boot, wird bald zu einem tödlichen Kampf....
Am Ende befindet sich der Leser wieder bei der Gerichtsverhandlung und schon bald endet das Buch...für mich jedoch leicht unbefriedigend.

Fazit:

Ein wirklich dunkles Drama, dass in einem den kleinen bohrenden Finger an die eigene Nase führt: Wie würde man selbst in solch einer verzweifelten Lage handeln? Würde man seine eigene Prinzipien über Bord werfen? Zu welcher Handlung wäre man letztendlich selbst fähig?
Ein Buch, das wahrlich zum Nachdenken anregt, aber dennoch nicht wirklich meine Begeisterung auslöste, da es einfach etwas zu langatmig war und mich leicht in den Schlaf schaukelte....als ob ich selber auf hoher See wäre^^


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