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Vergiss mein nicht

Bild von SonjaB

Dieser Thriller fängt gleich brisant an. Auf einem öffentlichen Parkplatz mit vielen Menschen droht die 13ährige Jenny, den 16jährigen Mark abzuknallen. Vergeblich versucht der Polizeichef Jeffrey, sie zum Aufgeben zu überreden und ist gezwungen, sie zu erschießen. Bei der Untersuchung der gesamten Umstände finden sie noch ein totes Neugeborenes auf der öffentlichen Toilette, dessen Blut an Jenny war. Aber die Obduktion, die eigentlich einige Fragen lösen sollte, wirft viele neue Fragen auf. Was ist hier passiert? Was hat Jenny zu dieser Tat veranlasst? Und welche Rolle spielt Mark?

Dieser Thriller beschäftigt sich letztendlich mit einem schweren Thema, denn es geht im Weiteren um Kindesmissbrauch. Ich hätte nie gedacht, dass sich dieses Thema für einen Thriller eignet, denn ganz schnell wird einem "normal" veranlagten Leser schlecht, während sich ein anderer auf neue Ideen bringen lassen würde. Aber Karin Slaughter schafft es mit einer fast unheimlichen Feinfühligkeit, diese Problematik zu umgehen, denn sie beschreibt keinerlei Details. Das Thema steht im Raum - aber mehr auch nicht. Damit ist es trotz dieser brisanten Problematik gut zu lesen und man muss sich nicht ekeln. Ich finde es einfach großartig, was ihr da gelungen ist.

Auch insgesamt ist dieses Buch ein Meisterwerk. Kein einziges Mal gab es langweilige Stellen in dem Buch. Selbst wenn es gerade mal ein wenig ruhiger war und man durchatmen konnte, erfuhr man wie nebenbei neue interessante Details. Und dies konnte Karin Slaughter immerhin über 500 Seiten aufrecht erhalten - vielen der angeblichen Bestseller-Autoren gelingt dies nicht. Karin Slaughter verzichtet auf die ganzen gängigen Stilmittel in Thrillern. Es gibt keinen Ekel, keine spektakulären Schießereien oder wilde Verfolgungsjagden. Dafür gibt es viel Gefühl ohne die gängigen Klischees. Und die Figuren bekommen wirklich eine Seele, handeln so wie Leute, die man kennt. Sie sind keine Übermenschen, haben auch viele Schwächen.

Ich habe dieses Buch genossen. Ich wüsste kaum, dass ich mal etwas Besseres gelesen habe. Ich werde mir den Namen Karin Slaughter merken und gucken, was sie sonst noch geschrieben hat.


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