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Apple zum Frühstück

Bild von Möp

In diesem ganz besonderen Buch lernen wir die Protagonistin Jackie A. kennen, die in der DDR aufgewachsen ist und ihre Kindheit in Tagebüchern festgehalten hat. Diese kindlichen Erlebnisse Jackies werden ihrem Leben als Party-Kolumnistin in den 90er Jahren im wilden Berlin regelmäßig gegenübergestellt, sodass man einen direkten Vergleich zwischen damals und heute ziehen kann.

Meine Meinung:
Für mein Empfinden hat sich der Unterhaltungswert und auch die Tiefe dieses Buches mit jedem Kapitel mehr gesteigert. Hatte ich zu Beginn so meine Probleme mit dem abgehackten Schreibstil und der oberflächlichen Darstellung der Jackie A. durch ihre gewöhnungsbedürftigen Party-Exzesse, so fand ich die Ausführungen der Autorin gegen Ende hin wesentlich tiefgründiger und weitaus interessanter zu lesen.

Man muss bei diesem Buch wirklich vorher wissen, dass man sich quasi auf eine Art Experiment, auf eine außergewöhnliche Zeitreise einlässt, die einem sowohl chaotische (und für den Lesefluss vielleicht nervige) Phasen als auch nachdenkliche Passagen voller Hintergrundinformationen über das Leben in der DDR liefert. Denn was wir hier vorliegen haben ist weder eine zusammenhängende Erzählung noch eine chronologische Wiedergabe der Ereignisse oder sonst irgendetwas, was man hier vielleicht erwarten könnte.

Fazit:
Ein sehr spezielles Buch, auf das man sich wirklich erst einmal einlassen muss und das ich ohne die begleitende Leserunde mit der Autorin nach derart massiven Startschwierigkeiten gerne in die Ecke geschmissen hätte. Umso größer war für mich letztlich die Überraschung als das Buch an Tiefe gewann, sodass ich mich nun mit 3 Sternen im Mittelfeld platzieren möchte.


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