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12 Kerle hat das Jahr

Bild von SonjaB

Bei Leonie läuft anfangs gar nichts, wie es sollte. Ihr Freund versetzt sie immer wieder. Die heiß geliebte Rolle in einem Bühnenstück bekommt die Geliebte des Produzenten. Sie weiß, in ihrem Leben muss sich etwas ändern - aber erst durch ihre Nachbarin und Freundin, die ältere Italienerin Maria, findet sie einen Weg: Durch ein geheimnisvolles Ritual, für das sie in einem Jahr verschiedene Gegenstände sammeln muss, könne sie ihren Traummann bekommen. Leonie beginnt zu sammeln ...

Diese Inhaltsangabe hört sich nach einem lustigen, kurzweiligen Roman an. Größtenteils ist er dies auch, aber er hat auch einige Längen, an denen man sich fast quälen muss, weiter zu lesen.

Inhaltlich hat mich stark gestört, dass man nie erfährt, welche Gegenstände Leonie denn eigentlich sammeln muss, obwohl diese gleich zu Anfang festgelegt werden. Dadurch fehlte mir viel Spannung, denn man kann sich keine Gedanken machen, wie man an die teils sehr kuriosen Dinge kommen könnte. Ab und zu gibt es nur ein klein wenig Spannung, wenn Leonie wieder auf der Jagd nach einem Gegenstand ist und dafür Vorbereitungen trifft.

Mir ist es außerdem ein wenig negativ aufgestoßen, dass einige dieser Gegenstände einfach gestohlen werden, obwohl sie teilweise erheblichen Wert haben. So wird auch mal mit einer gestohlenen Kreditkarte teuer eingekauft, ohne dass es irgendwelche Folgen hat. Dies finde ich ein wenig gedankenlos und abstoßend. Zwei Männern spielt sie zudem jeweils einen recht deftigen Streich, der vielleicht oberflächlich ganz lustig wirkt, die mir beide aber viel zu weit gehen.

Der Titel trifft den Inhalt des Buches nicht unbedingt, denn Leonie hat glücklicherweise nicht eine Affäre nach der anderen, sondern nur eine einzige. Und mit den Männern, von denen sie sich die Gegenstände besorgt, bekommt der Leser auch kaum etwas mit. Insgesamt ist das Buch vom Stil her schön geschrieben und man kann es gut nebenbei lesen. Tiefgang deutet sich allerdings erst auf den letzten Seiten an, als das Buch eine zumindest für mich unerwartete Wendung nimmt.

Ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben - aber es war keines, das mir im Gedächtnis bleiben wird. Es war eben Durchschnitt - nicht mehr und nicht weniger.


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