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Lost on Nairne Island

Bild von Dini98

Isobel ist alles andere als begeistert, als ihre Mutter heiratet und sie zu ihrem unausstehlichen Stiefvater Dick ziehen muss. Isobel muss ihr Zuhause in Seattle und ihre Freunde verlassen und landet in dem riesigen Anwesen der Wickhams auf einer kleinen Insel. Da ist selbst ihr umwerfender Stiefbruder Nathaniel kein Trost.

Doch da passieren seltsame Dinge in dem alten Haus und Isobel fängt an, an ihrem Verstand zu zweifeln. Leidet sie etwa auch unter Schizophrenie wie ihr Vater, der sie im Stich gelassen hat oder versucht wirklich ein Geist mit ihr zu kommunizieren?

Isobel erfährt von dem Unfall, bei dem Nathaniels Mutter und seine kleine Schwester tödlich verunglückt sind und beschließt, selbst nachzuforschen, was wenige Monate zuvor passiert ist. Dabei bekommt sie unerwartet Hilfe von Nathaniel.

Aber kann sie dem Jungen wirklich vertrauen, dessen Vater vielleicht ein Mörder ist?

Das erste, das bei diesem Buch auffällt ist das wunderschöne Cover. Die verschiedenen Lila-Töne und die schnörklige Schrift sind geheimnisvoll und machen neugierig. Das Mädchen steht zwar in einer seltsamen Haltung da, passt aber trotzdem ins Bild, denn ohne sie wäre das ganze zu leer. Der Schmetterling neben dem Autorennamen macht als kleines Detail das Cover vollkommen.

Den Einstieg finde ich sehr gelungen, da man gleich ein Bild von der Situation hat und die Chance bekommt sich gleich in Isobel hinein zu versetzten. Es ist in der Ich-Form geschrieben, was sehr von Vorteil ist, weil man so viel besser ihre Emotionen mitfühlen kann und nicht so abseits vom Geschehen ist.

Im Allgemeinen sind die Charaktere sehr gut durchdacht, sodass man ihre Handlungen leicht nachvollziehen kann. Denn sie haben alle ihre Hintergründe, die im Laufe des Buches erzählt werden. Manchmal allerdings fand ich Isobels Angst, verrückt zu werden, etwas zu übertrieben, weil sie sich da in etwas hineingesteigert hat.

Eileen Cook hat einen bewundernswerten Schreibstil, wie man ihn nur selten liest. Die Wortwahl ist passend und an einigen Stellen merkt man, aufgrund der Umgangssprache (oder Jugendsprache?), dass es aus der Sicht einer Jugendlichen geschrieben ist, was aber nicht weiter stört. Die Beschreibungen regen das Kopfkino an, ohne den Leser zu langweilen. Dafür wird man gefesselt und möchte nichts anderes als weiterlesen.

Inhaltlich ist das Buch ebenfalls super: Isobels Geschichte ist mal etwas anderes und ist spannend ohne mit Fantasy vollgepackt zu sein.

Einige Szenen hatten einen wahren Gruselfaktor. Aber ebenso schön waren die romantischen Momente zwischen Isobel und Nathaniel.

Isobels zynische und ironische Gedanken und Worte sorgten auch noch für ein klein wenig Humor.

Was will man mehr?

Das Buch hat mich wirklich beeindruck und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ein schönes und spannendes Jugendbuch, das ich nur empfehlen kann!


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