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Asche und Phönix

Bild von Dini98

Parker Cale, berühmt geworden als Phoenix Hawthorne in den Glamour-Filmen, erwischt die abgebrühte Ash, wie sie ihm in seiner Londoner Hotelsuite Geld klaut. Parker hat genug von dem ganzen Trubel um ihn und seinen Vater und schließt ein Abkommen mit Ash: Sie zeigt ihm einen Weg aus dem Hotel ohne Aufzufallen und er bezahlt sie dafür mit dem Geld, das sie ihm stehlen wollte.
Gemeinsam flüchten sie in eine fremden Wohnung und am nächsten Tag weiter nach Frankreich zu der Villa von Parkers Vater. Bei ihrer ständigen Flucht lernen sich besser kennen und verlieben sich ineinander. Ash erfährt, dass Parker nicht der arrogante Filmstar ist, für den sie ihn gehalten hat, aber auch, dass es mehr gibt, als sie bisher geahnt hat.
Denn ein Wesen, das einen teuflischen Pakt mit Parkers Vater geschlossen hat, hat es auf sie und Parkers Ruhm abgesehen und jagt sie durch Frankreich - ohne Rücksicht auf Verluste.

Anfangs scheint es, das Buch sei nur eine gewöhnliche und in die Länge gezogene Liebesgeschichte zwischen einem "normalen" Mädchen, das mit einem Star zusammen kommt. Aber nach einer Weile treten Personen auf, die alles andere als menschlich sind und man merkt, dass es sich um einen Fantasy-Roman handelt. Der Klapptext und der Cover sagen also kaum etwas über das Buch aus, aber sobald man mal die ersten Kapitel gelesen hat, möchte man nicht mehr aufhören.
Den Vorspann fand ich unnötig und verwirrend - man hätte ihn besser weglassen sollen, denn die Seiten danach sind ein deutlich besserer Anfang.
Inhaltlich ist das Buch sehr außergewöhnlich. Zum einen wird die Liebesgeschichte von den ungleichen Jugendlichen Parker und Ash erzählt und zum anderen sind da Wesen, die man so in der Fantasy-Literatur noch nicht kannte, wie beispielsweise Libatique, der sich von dem Ruhm der Menschen ernährt. In diesem Buch wurde beides sehr gut miteinander kombiniert.
Der Autor Kai Meyer hat nicht nur hervorragende Charaktere ins Leben gerufen, in die man sich super hineinversetzten kann, sondern er schreibt auch in einem angenehmen Stil, der sich flüssig liest. Ausführliche Beschreibungen geben dem Leser ein realistisches Bild und treiben das Kopfkino an.
Auch sprachlich erweist sich das Buch als stark, denn die Wortwahl ist passend und Vergleiche schmücken alles gut aus.
Manchmal allerdings waren mir die Hintergründe nicht ganz klar. Vor allem im mittleren Teil hatte ich hin und wieder Probleme der Handlung zu folgen. Aber insgesamt war es schon verständlich.
Die letzten Seiten des Buchs haben mir ähnlich gefallen wie der Vorspann: Zwar wird die Handlung gut abgerundet, aber ich hätte mir einen friedlicheren Schluss gewünscht, wie vielleicht einen Kuss, aber sicherlich keinen Schuss mit der Pistole!

Zusammenfassend kann man sagen:
"Asche und Phönix" ist ein jugendorientiertes und faszinierendes Buch, das wirklich lesenswert ist - trotz einiger Kritikpunkte.
Vier von fünf Sternen.


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