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Nenn mich einfach Superheld

Bild von duceda

Inhalt:

Die atemberaubende Geschichte vom Jungen, der sein Gesicht verlor - komisch, traurig und böse Alina Bronsky erzählt vom Aufbruch aus der Isolation, von der Hoffnung auf Verständnis, von der Sehnsucht, als der erkannt zu werden, der man wirklich ist - und damit von allem, was das Erwachsenwerden ausmacht. Rasend komisch und herzzerreißend traurig, niemals weinerlich, aber immer wieder herrlich böse. Marek traut seinen Augen nicht, als er den Gruppenraum im Familienbildungszentrum betritt: ein Stuhlkreis mit sechs versehrten Jugendlichen, geleitet von einem unrasierten Guru mit sanfter Stimme und langem Haar. Ausgerechnet eine Selbsthilfegruppe! Marek dachte, er würde eine Lerngruppe fürs externe Abitur besuchen, und will mit der »Krüppeltruppe« nichts zu tun haben - doch schon ist er mittendrin und sein Leben steht Kopf. In Alina Bronskys drittem Roman geht es erneut so rasant zu, dass man nicht weiß, ob man gerade lachen oder weinen soll. Ihr jugendlicher Held hat eine Kampfhund-Attacke auf sein Gesicht hinter sich, will mit dem Leben nichts mehr zu tun haben und das Leben nichts mehr mit ihm. Die Nummer seiner Freundin hat Marek auf immer und ewig gelöscht. Auf die Straße traut er sich nur im Dunkeln, und auch dann nur mit Sonnenbrille. Was als ultimative Demütigung beginnt - von seiner alleinerziehenden Mutter in die falsche Gruppe gelockt worden zu sein -, erweist sich bald als große Chance. Eine zickige Schönheit im Rollstuhl, eine zarte Liebe, eine gemeinsame Gruppenfreizeit und ein plötzlicher Todesfall lassen Marek seinen Weltschmerz für immer vergessen.

Meine Meinung:

Der Titel dieses Buches ist echt toll, man erwartet eine dramatische Geschichte voller Schmerz und Mut und auch das Cover fand ich sehr schön und ansprechend.

Die Inhaltsangabe war auch toll und hat mich sehr neugierig gemacht, aber wirklich viel hat die Geschichte eigentlich nicht damit zu tun. Die Selbsthilfegruppe ist eigentlich nur der Anfang, danach gibt es einen Todesfall, eine meiner Meinung nach ziemlich unlogische Enthüllung und lauter komplizierte Beziehungen. Die Behinderungen der Jugendlichen spielen zum Ende hin eigentlich gar keine Rolle mehr, da sie viel zu viel von anderen Ereignissen überlagert werden.

Das Buch ist aus der Sicht von Marek geschrieben, der mir am Anfang der Geschichte eigentlich noch ziemlich sympathisch war, aber dann irgendwie immer unsympathischer wurde, bis ich ihn am Ende des Buches gar nicht mehr leiden konnte. Mit seinen Lauen und seiner immer miesen Stimmung war er kein wirklich toller Charakter.

Die anderen Behinderten haben mir dann schon besser gefallen, außer Janne, die immer so fies war und alle gegeneinander ausgespielt hat und die ich noch weniger mochte als Marek. Etwas schade fand ich, dass die Mitglieder der Selbsthilfegruppe so wenig Tiefe hatten, man hat nicht einmal erfahren, woher sie ihre Behinderungen haben und teilweise konnte ich eine Behinderung nicht einmal einer Person zuordnen.

Den Schreibstil fand ich echt toll, ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, was ich eigentlich bei den teilweise doch sehr unsympathischen Charakteren gar nicht erwartet hätte. Es war alles sehr leicht und verständlich geschrieben, und das macht das Buch dann doch noch besser.

Das Ende fand ich überhaupt nicht gut. Es bleiben viele Fragen offen und es ist alles total unlogisch und die Wendung kam mir etwas zu schnell. Man bleibt verwirrt zurück und kapiert einfach nicht , was das für ein Schluss sein soll.

Fazit:

Eine Geschichte die viel Potenzial hat, aus der man aber mehr hätte machen können.


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