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Als die schwarzen Feen kamen

Bild von Brine

Das Buch wurde von der Autorin Anika Beer, einer deutschen Schriftstellerin, geschrieben. Es wurde im März 2012 durch den Verlag cbj veröffentlicht. Im Handel kostet es 12,99 EUR. Insgesamt umfasst das Werk 448 Seiten.

Das Cover wirkt ein wenig schaurig, erregt jedoch durchaus das Interesse des Betrachters. Durch die Andeutung eines Mädchens, welches im Hintergrund durch einen Durchgang zu verschwinden scheint, wird eine geheimnisvolle Aura erschaffen. Die Feen im Vordergrund und die greifenden Hände am Rand sorgen, auch wegen der starken Farbabhebung in einem starken Schwarz, für eine düstere Atmosphäre.

In Anika Beers erstem Jugendbuchroman geht es zum Einen um die weibliche Hauptprotagonistin Marie und zum Anderen um den männlichen Hauptcharakter Gabriel.

Marie ist 15 Jahre alt und wohnt mit ihrer Mutter Karin gemeinsam in einer Wohnung in Hamburg.
Gabriel ist zwei Jahre älter als Marie und wohnt alleine, ohne seine Eltern, in einer 1- Zimmer Wohnung über einem Café.

In der erschaffenen Welt der Autorin hat jeder Mensch in seinem Hintergrund einen Schatten. Einen Schatten, der unabhängig von Licht existiert. Die Schatten projizieren die negativen Gedanken und Ängste der Menschen. Sie verdeutlichen die Wut, den Hass oder die Traurigkeit der jeweiligen Person.
Gabriel kann diese Schatten zu seinem Leidwesen sehen.
Als er bemerkt, dass mit Maries Schatten etwas nicht stimmt, entschließt er sich sie zu warnen und ihr zu helfen.
Gemeinsam begeben sie sich auf die, zum Ende auch gefährliche Suche nach dem Geheimnis der schwarzen Feen.

Wie die kurze Kurzinhaltsangabe bereits erahnen lässt, handelt es sich hier um eine Fantasy Geschichte. Sie spricht daher natürlich grundsätzlich Fans dieses Genres an. Da die Geschichte jedoch in unserer realen Welt spielt und viele alltägliche Probleme, auch gerade von Jugendlichen behandelt werden, eignet sich das Buch auch für alle anderen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. Man fühlt sich immer mitten im Geschehen. Marie erscheint trotz ihrer schüchternen Art sehr sympathisch und man schließt sie direkt ins Herz. Trotz ihres relativ jungen Alters scheint sie in vielen Dingen reifer und erwachsener zu sein als ihre Freundinnen. Spannend zu beobachten ist vor allem Maries Verhalten gegenüber Gabriel und wie sich dieses im Laufe der Geschichte verändert.
Auch Gabriel erscheint liebenswert. Berührend sind vor allem die Momente in denen die Probleme mit seinen Eltern und seinem eigenen Schatten näher beleuchtet werden.
Gabriel ist ein sehr sensibler Mensch, der bereits vieles im Leben ertragen musste und sich über sein Schicksal jedoch trotzdem nicht beklagt. Oft verspürt man Bewunderung, wenn man erkennt wie Gabriel mit dem Erlebten umgeht. Für Marie ist er eine große Stütze, in dem er ihr hilft mit den einzelnen Situationen umzugehen und sie unterstützt.
Die Beziehung zwischen Marie und Gabriel, die sich im Laufe der Zeit auch intensiviert, ist ebenfalls herrlich beschrieben.

Es ist erstaunlich wie einfühlsam sich beide Hauptpersonen im Umgang miteinander zeigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Welt von Marie und Gabriel trotz des mystischen Hintergrunds, immer real erscheint und deshalb für Leser aller Genres geeignet ist. Die Handlung hat zwar immer einen magischen Touch, trotzdem werden auch viele Probleme angesprochen, mit denen sich wahrscheinlich vor allem junge Leser identifizieren können; Allem voran Probleme mit den Eltern, den Freunden, die erste Liebe und auch das Auseinandersetzen mit sich selbst. Die Handlung reißt einen ununterbrochen mit und lässt keine Langweile aufkommen.
Das Debüt der Autorin ist rundum gelungen und es wird eine klare Leseempfehlung ausgesprochen.


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