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Im Schatten des Krans

Bild von Elfenwind

Hamburg, 1845. Moritz macht eine Lehre in einem Kontor. Für den Hamburger Hafen wird ein neuer Lastkran benötigt und die Diskussionen gehen um die Bauweise, Holz oder Eisen, das eine Neuerung aus England wäre. Nach einem Streit wird einer der Befürworter einer Holzkrans ermordet aufgefunden und Moritz Kollege als Mordverdächtiger verhaftet. Moritz glaubt an dessen Unschuld und beginnt mit Hilfe seiner Familie zu ermitteln.

Eine warme Atmosphäre erwartet den Leser. Man wird gefangen genommen und reist in dieser Geschichte in der Zeit zurück ins 19 Jahrhundert nach Hamburg, einige Jahre nach dem großen Stadtbrand.
Der Autor verwendet eine etwas „ altmodische“ Sprache, aber genau das machte die Authentizität aus. Die bildhaften Beschreibungen, die Sprache, alles zusammen ergab ein schönes Bild dieses historischen Romans. Der Leser begibt sich auf die Zeitreise. Das alte Hamburg zu dieser Zeit entsteht vor dem inneren Auge des Lesers. Was mir gefiel waren die Fortschritte, die Technisierung, die hier immer wieder angesprochen wurden. Evtl. geriet der Kriminalfall ein wenig in den Hintergrund, ich empfand das Buch ein wenig mehr als historischer Roman als denn als historischer Kriminalfall. Aber mir gefiel gerade das.
Die detektivischen Ermittlungen der Familie von Moritz, das mochte ich. Für mich war es die perfekte Mischung aus leichtem Krimi und Historischem Roman. Die Details zu den Menschen, den Lebensgewohnheiten, der Arbeit in einem Kontor, das fand ich sehr interessant.
Wunderschön war auch die graphische Gestaltung des Buches. Am Anfang findet sich eine Karte der Innenstadt Hamburgs um diese Zeit und auch eine Zeichnung zu einem Kontor gibt es. Sehr hilfreich war auch das Glossar am Ende, in dem die zahlreichen Begriffe noch einmal nachgelesen werden konnten.
Wer einen reinen Krimi erwartet wird evtl. enttäuscht. Wer aber eine Zeitreise in das beginnene Zeitalter der Industrialisierung der Hansestadt Hamburg vornehmen möchte und dabei auch einen Kriminalfall lesen möchte, der ist hier genau richtig.
Hamburger Stadtgeschichte vermischt mit einem leichten Kriminalfall- eine Zeitreise ins Jahr 1845.

Sutton Verlag 2013


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