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Und konnten es einfach nicht fassen

Bild von Möp

Inhalt:
Mit diesem Buch haben wir eine Sammlung 16 ganz besonderer Kurzgeschichten, die die Autorin Sabine Thomas aus ihrem Alltag als Rechtsanwältin für Familienrecht erzählt. Bereits im Titel drückt sie die Grundstimmung des Buches, nämlich eine unglaubliche Fassungslosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht durch die letzte Zeile aus Kästners „sachlicher Romanze“ aus. Denn oft bringt das Schicksal die Protagonisten ihrer Geschichten in Situationen, in denen man es „einfach nicht fassen kann“, nicht weiß, wie es weitergehen soll und einem auch schnell mal die Kraft fehlt, sich diesen Schicksalsschlägen zu widersetzen.

Häufig haben wir es hier mit den juristischen „Rosenkriegen“ ehemals Liebender zu tun, die in ihrem Hass aufeinander meist das Wohl ihrer Kinder aus den Augen verlieren oder gar vernachlässigen. Aber auch andere, noch viel tragischere Fälle aus dem strafrechtlichen Bereich sind hier von nicht zu unterschätzender Bedeutung und so lässt sich insgesamt sagen, dass alle Geschichten von unglaublicher Vielfalt und jede für sich einfach einzigartig sind.

Meine Meinung:
Auch, wenn ich die ein oder andere Geschichte jetzt vielleicht eher ein wenig langweilig und nicht so besonders aufregend fand, muss ich ganz klar sagen, dass andere Geschichten, andere Fälle dagegen so stark waren, dass sie die Gesamtwirkung des Buches noch mal um so Einiges anhoben.

Man merkt, wirklich wie sehr die Autorin an ihrem Beruf hängt, mit welchem Engagement und welcher Hingabe sie ihm nachgeht. Denn so schreibt sie zwar zum Teil sehr sachlich, erklärt dem Leser alle juristischen Hintergründe, bleibt aber gleichzeitig emotional genug, um den Leser durch die Geschehnisse zu berühren. So wird man durch die beeindruckende Authentizität der Schicksale sehr zu Nachdenken angeregt und weiß sogleich das eigene Leben ein bisschen mehr zu schätzen.

Fazit:
Ein sehr authentisches und bewegendes Werk, das Geschichten erzählt, so erschütternd, wie nur das Leben sie schreiben kann und das auch im Schreibstil vollends überzeugt, gerade wenn man bedenkt, dass die Autorin in ihrem Beruf eher nüchterne Texte verfasst und hiermit ihr Debüt veröffentlicht hat.


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