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Genau mein Beutelschema

Bild von Möp

Inhalt:
In diesem Roman lernen wir den Kleinanzeigenbetreuer Mark kennen, einen jungen Mann Anfang 30, der mit seinem Leben derzeit nicht besonders zufrieden ist, denn seinen Job kann er eigentlich nicht leiden und auch sonst läuft es bei ihm nicht gerade rund. Doch dann tritt eines Tages Christina mit ihrem etwas eigenartigen Mitbewohner – genannt Dr. Alban – in sein Leben und entführt ihn in die doch etwas gewöhnungsbedürftige Hipsterkultur. Doch dort kommt Mark kaum richtig an, denn schon bald tragen sich in Berlin ungewöhnliche Vorfälle zu, bei denen Hipster plötzlich morgens im völlig fremden Stadtteil Tiergarten aufwachen und dies gilt es nun zu ergründen …

Meine Meinung:
Eines muss man diesem Buch und vor allem dem Stil des Autors lassen: Die ganze Geschichte ist einfach unglaublich witzig! Ich musste beim Lesen schon so das eine oder andere Mal laut auflachen, weil unser Hipster-Protagonist einen ganz besonderen Humor an den Tag legt.

Und man muss dazu sagen, dass ich wirklich kein Berliner bin, mich mit der Hipster-Szene in Berlin kaum auskenne und von einer Milife-Crisis wie Marks sie gerade erlebt, bin ich auch noch lange entfernt. Somit könnte man also meinen, dieses Buch sei überhaupt nicht „Genau mein Beutelschema“, doch ich muss gestehen, dass es mich trotz allem überzeugt hat und ich sogar behaupten kann, mal wieder etwas dazu gelernt zu haben.

So kommen nunmehr die ernsten Themen und somit auch der etwas nachdenkliche Leser hier nicht zu kurz, denn der Autor setzt sich über weite Teile auch mit den ganz fundamentalen Fragen des Lebens auseinander. So weiß Mark immer wieder nicht, was er eigentlich wirklich will, was er braucht, um glücklich zu sein und natürlich wird auch die obligatorische Frage nach dem Sinn des Lebens nicht ausgelassen.

Soweit, so gut, doch leider konnte mich das Buch nicht vollständig vom Hocker hauen, da die Handlung insbesondere gegen Ende hin immer mehr an symbolischem Charakter zunimmt und vom Leser interpretiert werden muss. Das ist allerdings auch Ansichtssache, schließlich gibt es ja auch Menschen, denen ein Buch dann besonders gut gefällt, wenn einige Fragen offen bleiben und Freiraum für Interpretationen gelassen wird.

Fazit:
Alles in allem wirklich ein sehr innovatives wie auch aktuelles Thema, das der Autor mit einer Menge Witz und Humor sowie der richtigen Portion Ernsthaftigkeit umgesetzt hat, sodass „Genau mein Beutelschema“ nicht nur gut unterhält, sondern gleichermaßen zum Nachdenken anregt.


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