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Das Verstummen der Krähe

Bild von Elfenwind

Kristina Mahlo bekommt als Nachlass Verwalterin einen neuen Auftrag. Sie soll das Erbe der verstorbenen Theresa Lehnhardt vollstrecken. Allerdings hat diese verfügt, dass die Erben nicht die Mörder von Konstantin Lischka sind. Das brisante daran: Theresa Mann wurde für schuldig befunden, den Mord an ihm ausgeführt zu haben, aber beteuerte immer seine Unschuld. Wird Kristina dieses Verfahren annehmen? Persönlich leidet sie immer noch unter dem Verschwinden ihres Bruders. Zeitlich fallen der Mord und das Verschwinden von Ben, dem Bruder sogar zusammen…aber haben die Fälle miteinander zu tun? Oder ist es nur reiner Zufall?

Ich fand das Buch ist reine Detektivarbeit. Als Leser bleibt man lange im Dunkel. Genau wie Kristina tappt man schritt weise voran. Durch ihre Befragungen der Beteiligten setzt sich das Bild wie ein Puzzle schritt für Schritt zusammen. Leser, die einen actionreichen, blutigen Krimi erwarten sind hier falsch. Es erinnert mich an einen „ Sherlock Holmes“ Roman. Das hier ist psychologische Detektivarbeit. Unheimlich fesselnd und spannend durch immer wieder neue Häppchen, neue Andeutungen, neue Aussagen der potentiellen Zeugen, die immer wieder neue andere Aspekte in den Fall bringen. Besonders sympathisch fand ich die Figuren. Funda, die neue Mitarbeiterin, quirlig und erfrischend. Geheimnisvoll, verschlossen wie eine Auster, Henriette, die Mitbewohnerin. Sympathisch und zielstrebig Kristina. Aber auch kleine Details wie die zahme Krähe Alfons und die Hündin Rosa, wachsen dem Leser ans Herz und erzeugen das Bild eines wie echt wirkenden Szenarios.
Wer gern subtile, spannende Krimis liest ohne blutige Details, aber mit akribischer Ermittlungsarbeit, die zum Mitermitteln einladen, der muss hier zugreifen.

Kornbichler-Sabine- "Das Verstummen der Krähe"
Piper Verlag 2013


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