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Der Weg der gefallenen Sterne

Bild von Nadja_13

Der Weg der gefallenen Sterne - Caragh O'Brien

zum Inhalt:
Gaia ist zusammen mit einer grossen Gruppe Menschen aus Sylum auf dem Weg zur Enklave, dem Ort vor dem sie einst geflohen ist. Sie hoffen dort vor den Mauern der Stadt eine neue Siedlung aufbauen zu können. Doch als Gaia dort ankommt muss sie feststellen, dass die Situation in der Enklave noch viel angespannter ist als zuvor. Den Menschen vor den Mauern geht es noch schlechter und der Bürgermeister der Enklave ist alles andere als erfreut, als plötzlich so viele Menschen dort auftauchen. Aber die Leute aus Sylum können nicht zurück und Gaia ist fest entschlossen New Sylum vor den Mauern der Enklave aufzubauen. Doch kann es Gaia schaffen mit dem Herrscher der Enklave zu verhandeln oder läuft nicht letztendlich alles auf einen gewalttätigen Aufstand hinaus?

meine Meinung:
Ich hatte keinerlei Probleme wieder in die Geschichte hineinzukommen, besonders weil diese nämlich direkt super spannend beginnt. Gaia und die anderen sind nun nämlich fast am Ende ihrer Reise und sind bald bei der Enklave angekommen. Auch die Geschehnisse des letzten Teils wieder in mein Gedächtnis zu rufen war nicht schwierig, da das Wichtigste noch einmal wiederholt wurde. Ehrlich gesagt hatte ich sogar später in der Geschichte mehr Probleme mich an gewisse Personen zu erinnern, da viele Figuren aus dem ersten Teil wieder vorkommen und ich diesen nicht mehr ganz so präsent hatte. Doch auch da wurde ich meistens schnell aufgeklärt, da Gaia sich auch immer wieder zurück erinnert, wie es war als sie noch zusammen mit ihren Eltern vor den Mauern der Enklave gelebt hat.

Inhaltlich geht es in diesem Teil hauptsächlich darum, dass die Menschen aus New Sylum und die, die vor den Mauern leben anfangen sich gegen die Enklave aufzulehnen. Gaia versucht als Anführer der Leute aus New Sylum eine friedliche Lösung zu finden, es gibt aber auch viele die am liebsten einfach das gesamte System umstürzen würden. Im Verlauf der Geschichte spitzt sich die Lage immer mehr zu, denn beide Seiten stellen Bedingungen, denen die jeweils anderen aber nicht nachgeben wollen. Besonders für Gaia ist diese Situation sehr schwierige, da sie als Anführerin immer eine Lösung finden muss, bei der möglichst niemand ihrer Leute zu Schaden kommt. Das grösste Problem für die Leute aus New Sylum ist, dass sie Wasser brauchen, welches aber die Enklave kontrolliert, was somit ein Problem für sie ist, da die Enklave am längeren Hebel sitzt.
Jedoch hat auch die Enklave immer noch Probleme mit der Blutkrankheit und könnte somit die neue DNS der Leute aus New Sylum gut gebrauchen.

Wie schon in den anderen Bänden mochte ich, dass es nicht einfach Gut und Böse gibt, sondern auch Schattierungen dazwischen. So sind beispielsweise nicht alle Bürger der Enklave böse, sondern sie helfen Gaia teilweise auch und würden gewisse Änderungen eigentlich auch begrüssen. Es sind eigentlich hauptsächlich der Bürgermeister der Enklave und seine engsten Verbündeten, die wirklich die Bösen sind. Auch gibt es manchmal Situationen bei denen sich Verbündete von Gaia, also die Bewohner von New Sylum und die Bewohner von Wharfton, sich nicht unbedingt "richtig" verhalten.
Auch das Thema Babys spielt wieder eine wichtige Rolle. In der Enklave können nun nämlich junge Frauen aus Wharfton als Leihmütter arbeiten. Hier stellt sich für Gaia und den Leser die Frage, ob dies ethisch vertretbar ist. Einerseits ist es natürlich eine gute Gelegenheit, da Aufgrund der Krankheit viel Bewohner der Enklave sonst keine Kinder haben könnten und den Leihmüttern geht es in der Enklave auch sehr gut. Andererseits wird deren Armut ziemlich ausgenutzt und gewisse Dinge, die gemacht werden sind äusserst fragwürdig.

Nun noch zu den Charakteren und somit eigentich meinem hauptsächlichen Kritikpunkt. Leider konnte ich nämlich das ganze Buch über nie wirklich einen Zugang zu Gaia finden, aus deren Sicht die Geschichte wieder erzählt wird. Ich fand sie zwar immer noch sympathisch und mochte ihre Dickköpfigkeit. Jedoch konnte ich ihre Handlungsweise manchmal nicht wirklich nachvollziehen und sie kam mir etwas unnahbar vor.
Besonders auch ihre Beziehung zu Leon oder sogar ihrer kleinen Schwester Maia konnte ich irgendwie nicht wirklich spüren und nachvollziehen. Sowieso mochte ich auch die anderen Charakteren, allen voran Leon in diesem Teil irgendwie weniger als in den Teilen zuvor. Leon hat sich irgendwie oft noch merkwürdiger verhalten als Gaia und ich konnte echt vieles nicht nachvollziehen. Gaia hingegen wechselt ihre Meinung bezüglich Leons Verhalten irgendwie ständig, was ich auch etwas merkwürdig fand.

Als letztes noch kurz ein paar Sätze zum Cover und dem Titel. Das Cover ist, wie zu erwarten war, wieder dasselbe, wie bei den anderen Bänden, nur in anderer Farbe. Ich mag es ehrlich gesagt immer noch nicht wirklich, weil das Mädchen einfach nicht wie Gaia aussieht. Der Titel hingegen finde ich wieder wunderschön, auch wenn ich da eher erwartet hätte, dass das Buch sich um die Reise von Sylum zur Enklave dreht.

Fazit:
Wieder eine sehr interessante Geschichte, die viel zum Nachdenken anregt und einem nicht so schnell loslässt. Dadurch wird sie auch nie langweilig, auch wenn einmal nicht so viel geschieht. Besonders gegen Ende ist die Geschichte aber wirklich actionreich und spannend. Ein Minuspunkt sind für mich die Charaktere, zu denen ich in diesem Teil irgendwie nicht so den Zugang finden konnte und die nicht immer nachvollziehbar gehandelt haben.

7,5/10*

Buchinfos:
Titel: Der Weg der gefallenen Sterne
Autor: Caragh O'Brien
Verlag: Heyne Verlag
Erschienen: 1. April 2013
Seitenzahl: 352 Seiten
Gebundene Ausgabe
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Autoreninfos:
Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.


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