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Frozen Time

Bild von duceda

Auf den ersten Seiten des Buches bekommt der Leser einen ersten Eindruck von der völlig durchdachten und geregelten Welt, in der Tessa lebt, denn dort kann man die obersten Gesetze der dieser Gesellschaft lesen. Man merkt gleich, dass die Interessen der Regierung nicht wirklich beim Wohl des einzelnen Menschen liegen, sondern dass sich jeder einzelne dem Großen und Ganzen, dem medizinischen und technischen Fortschritt zu verschreiben hat und stets nach Glück, Gesundheit und einem langen Leben streben soll. Jeder soll die Aufgabe, die er am besten kann ausführen, um die Gesellschaft noch schneller noch weiter nach vorn zu bringen. Ich finde es erschreckend, wie durchgeplant die Welt ist, in der Tessa lebt. Alles ist perfekt geregelt, die beste Schlafdauer, Essensmenge, sogar die Wassermenge beim Duschen entspricht genauen Vorgaben und Berechnungen. Auf Gesundheit wird hier sehr viel Wert gelegt, Körperkontakt mit anderen Personen ist zu vermeiden, es gibt sehr viele Impfungen und Routineuntersuchungen, was wieder zeigt, dass die Regierung auf den medizinischen Fortschritt durch langes Leben aus ist. Was ich aber etwas zu hefig fand ist, dass es keine richtigen Familien mehr gibt; stattdessen müssen einige Jugendliche ihre Eizellen und Samen spenden, aus denen dann künstlich die perfekten Kinder geschaffen werden, die dann in JuniorCentern aufwachsen. Das finde ich wirklich sehr extrem.
Als Leser wird man sofort in das Geschehen hineingeworfen, denn es geht plötzlich mit Tessas Erwachen los. Sie weiß nicht, wer sie ist oder wo sie herkommt und was sie in diesem Krankenhaus soll, sie hat überhaupt keine Erinnerungen an ihr bisheriges Leben mehr. Von den Ärzten erfährt sie auch nur wenig, sie soll an einer schweren Krankheit gelitten haben, von der sie sich nun erholen soll. Sie lernt wieder mit ihrem Körper umzugehen, ihre Kräfte kehren zurück, doch die Erinnerungen bleiben verschwunden. Mit der Hilfe des jungen Arztes Milo soll sie versuchen, ihre Erinnerungen zurückzubekommen und wird außerdem zu einer Gruppentherapie mit anderen Patienten ohne Erinnerungen gebracht. Dort ist ein Mädchen, Rose, das Tessa meint zu kennen. Ihr Verdacht scheint sich zu bestätigen als Rose sie eindringlich warnt, niemandem davon zu erzählen, falls sie sich wieder an ihre Vergangenheit erinnert, da alles was die Ärzte erzählen, gelogen ist. Doch als Tessa dann wirklich anfängt, sich zu erinnern, erzählt sie Milo davon weil sie nicht weiß, dass ihr Zimmer abgehört wird. Sie soll Operiert werden und weil sie böses ahnt, flieht sie mit Milos Hilfe. Die beiden wollen dieser Sache auf den Grund gehen, und machen schon bald einige erschreckende Entdeckungen. Denn Tessa wurde für das Projekt Frozen Time missbraucht.
Ich fand dieses Buch sehr schön zu lesen, der Schreibstil hat mir gut gefallen, flüssig, leicht zu lesen, aber trotzdem detailliert wie er war, konnte ich mich sehr gut in die Handlung und auch in Tessa hineinversetzen. Von der ersten bis zur letzten Seite konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, so gefesselt war ich von der Geschichte. Das Ende fand ich sehr brutal, dadurch aber nicht weniger gut. Das Cover gefällt mir auch, man kann sehr gut das Eis erkennen, das perfekt zum Buch passt. Unter dem Schutzumschlag ist das Buch knallpink, was ich ja sehr interessant finde, aber ich finde nicht dass es so wirklich zum Buch passt. Außerdem finde ich es toll, dass es sich hier, im Vergleich zu den meisten anderen Dystopien endlich mal wieder um einen Einzelband handelt, also gibt es kein ewiges warten auf eine Fortsetzung mehr. Alles in Allem ist die Geschichte von Tessa sehr spannend und schön geschrieben und auf jeden Fall lesenswert.


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