style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Ein Teelöffel Land und Meer von Dina Nayeri

Bild von Möp

Inhalt:
In diesem außergewöhnlich emotionalen Buch erzählt uns das iranische Mädchen Saba ihre Geschichte wie auch die ihrer Zwillingsschwester Mahtab. Doch so einfach ist das mit Mahtabs Geschichte nicht, denn in jungen Jahren wurden die beiden zuvor unzertrennlichen Schwestern auseinander gerissen und seit jeher wird Saba erzählt, dass ihre Schwester im Kaspischen Meer ertrunken sei. Saba kann das nicht glauben, verdrängt diesen Verlust sowie auch das spurlose Verschwinden ihrer Mutter, denn sie hält an dem Gedanken fest, dass Mahtab mit der Mutter aus dem Iran nach Amerika geflohen sei.
Denn sie glaubt an ihren Zwillingssinn, der ihr sagt, dass unmöglich sie am Leben sein kann, ihre Schwester aber nicht und so beginnt sie, Geschichten darüber zu erzählen, wie Mahtabs Leben in den USA wohl aussehen könnte...

Meine Meinung:
Wir haben es hier wirklich mit einer besonders einfühlsamen Geschichte zu tun, die einen durch ihre unglaublich dichte Atmosphäre sofort in die unbekannte und mysteriöse Welt des Iran eintauchen lässt.

Man erfährt eine Menge über die persische Kultur und auch die eindrucksvollen Beschreibungen der Landschaft und der Menschen im Iran lassen an nichts zu wünschen übrig, denn man hat die ganze Zeit so klare Bilder im Kopf als schaue man einen Film. Auch politische und gesellschaftliche Aspekte werden an dieser Stelle nicht ausgelassen, sodass man einen Eindruck von den herrschenden Zu- wie auch Missständen bekommt.

So gehört es nun einmal leider auch zu diesem Buch, dass man vielen tragischen Schicksalen begegnet, die die Welt des Iran um Einiges weniger schön machen. Es fällt einem wirklich schwer, sich vorzustellen, dass derartige Grausamkeiten noch heute jeden Tag Menschen auf unserer Welt geschehen und man kann sich da an dieser Stelle wunderbar mit den Figuren identifizieren, mit ihnen mitleiden und fühlen.

Ein Buch, dass den Leser zu Nachdenken anregt, denn es werden so viele Aspekte des Lebens aufgegriffen und beleuchtet. Hier fallen die ganz großen Begriffe wie Gerechtigkeit, Widerstand, aber auch Liebe und Tod sind von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

Doch so hoch ich dieses Buch jetzt auch loben möchte, so hatte ich auch gewissermaßen an der ein oder anderen Stelle meine Schwierigkeiten. Es gab nämlich eine Vielzahl iranischer Eigennamen, sodass es schnell unübersichtlich wurde und auch blieb. Vor allem waren auch viele alltägliche Begriffe auf iranisch (z.B. Khanom oder Agha), deren Bedeutung sich einem als Laien nicht sofort erschloss und auch in keinem Anhang erläutert wurde.

Fazit:
Trotz der ein oder anderen Verständnisschwierigkeit ist und bleibt dieses Buch ein ganz besonderes Werk über die Ungerechtigkeit in islamisch geprägten Staaten wie auch über den Sinn des Lebens und die Suche nach sich selbst.


0