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Eine Reise mit Folgen?!

Bild von dreamerella

Eine Gruppe von Jugendlichen.
Ein Plan mit fatalen Folgen.
Eine gemeinsame Reise,
und ein Weg dem allen ein Ende zu setzen.

Owen ist das Leben leid, genauso wie Frank, Audrey und Jin-Ae. Alle vier teilen die gleiche Einstellung und entscheiden nach unzähligen Chats im Netz das Handtuch zu werfen.
Sie beginnen eine Tour zu den Gräbern berühmter Selbstmörder und am Ende dieser Reise wollen Sie im Death Valley den letzten Schritt tun und ihrem Leben gemeinsam ein Ende setzen.

Meine Meinung

Mal wieder ein Buch voller Emotionen, tiefgründiger Gefühle und vielem anderen erwünscht? Das dachte ich mir beim Lesen des Klappentextes, nur leider war es nicht ganz wie erwartet, zwar nicht schlecht, aber auch nicht die tiefschürfende Story die ich mir erwartet hatte. Warum - das erfahrt ihr hier.

Die Aufmachung finde ich beim deutschen Buch sehr gut - ein Grab aus der Perspektive des Toten. Man sieht sich sozusagen die Radieschen von unten an - einfach perfekt ;) - und auch der Titel macht neugierig. Die englische Version dagegen unter dem Namen "Crash into me" ist zwar nicht übel, aber erregt weit nicht so viel Aufmerksamkeit.

Die Idee an sich ist gut und bringt einen ganz schön ins Grübeln, immerhin geht es hier nicht um eine Kleinigkeit. Das Thema Selbstmord ist immer noch ein großes Tabu und Albert Borris greift es einfach so auf, hinzu kommt, dass hier Jugendliche betroffen sind. Als wäre das nicht genug sind auch noch Drogen, Alkohol und Homosexualität mit im Spiel - alles ganz schön schockierend, aber näher an der Realität als viele andere Jugendbücher, bei denen Autoren brave, vollkommen keusche Streber als Figuren einsetzen.

Der Schreibstil dagegen war nicht spannend wie gewünscht. Eine sehr aufwühlende Thematik verbindet sich hier lieder mit einem dürftigen Schreibstil, da es der Autor leider nicht schafft einen vollends mit in seine Geschichte zu ziehen. Der Grund dafür sind teilweise langwierige Passagen in einem sonst so kurzlebigen Buch, dass dann wiederum fast etwas schmächtig ausfällt, eben weil es so kurz ist.
Lange Rede kurzer Sinn - man lernt die Figuren nicht richtig kennen, einige Passagen sind eher langweilig und richtiger Tiefgang kommt nicht auf.

Fazit
Tolle Idee mit mäßiger Umsetzung. Der Autor hätte aus dieser recht guten Idee eindeutig mehr machen können, doch für ein Buch zwischendurch reicht es vollkommen, auch wenn man sich vielleicht mehr erwartet bei so einem Thema. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen.


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