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Lichtwechsel

Bild von LieLu

Latos Verlag

Die Autorin

Die in Bochum geborene und derzeit inn Essen lebende Autorin versetzt sich in die Lage einer Bankangestellten, die von drei Räubern als Geisel mit auf die Flucht genommen wird.

Nina

Nina weiß nicht was ihr geschieht. Erst wird sie unter den erbärmlichsten Bedingungen festgehalten wie nur möglich, dann bekommt sie sogar einen Waschraum und jeden Tag etwas zu Essen. Auch wenn es sich dabei nur um Fastfood handelt. Drei Männer kommen jeden Tag, um nach ihr zu schauen. Immer muss sie dabei mit dem Gesicht zur Wand stehen, doch langsam traut sie sich mehr… Bis sie plötzlich Billy gegenübersteht, den Namen hat sie ihm selbst gegeben, der ihr mit seinen dunklen, vertrauenswürdigen Augen nicht mehr aus dem Sinn geht. Sie entwickelt Gefühle zu ihm, welche an das Stockholm-Syndrom erinnern. Mit einem Pappschild um den Hals, muss sie eine Aufnahme für die Presse und das Fernsehen machen, außerdem haben sich die Entführer etwas besonders Abscheuliches für ihre kleine Tochter zum Geburtstag einfallen lassen. Nina nimmt alles nur betäubt war, zu sehr lastet die ganze Sache auf ihr. Immer mehr verfällt sie der Stumpfsinnigkeit ihrer Gefühle, die langsam aber sicher Besitz von ihr ergreift. Doch scheinbar sind auch die Entführer nicht so sicher wie gedacht… Nachdem sie Lösegeld gefordert haben, wird Nina trotzdem nicht freigelassen. Was haben die Entführer mit ihr vor?

Fazit

Das Buch beginnt mitten im Geschehen, als Nina entführt wird. Schnell steckt der Leser mitten in der skrupellosen Entführung und erfährt Ninas Hintergründe. Leider ist der Roman an diesen Stellen etwas flach, sodass einige emotionale Regungen Ninas ausbleiben.
Mich erschreckt vor allem die kühle Grausamkeit der Entführer, zumindest von Paul. Mit roher Gewalt wird Nina gezwungen Bänder aufzunehmen und Ansagen zu machen. Nur Billy macht den Eindruck, als wäre ihm alles zu viel. Auch die Rückblenden im Buch, in welchen es beispielsweise um den Unfall des jungen Mädchens ging, sind brutal, blutig und grausam. Immer wieder erfährt man auch Episoden aus dem Leben der Frau Anfang 40. Von ihrer Jugend und ihrer gemeinsamen Zeit mit Max. Interessant ist wieder die Emotionslosigkeit mit welcher Nina von der Verstümmelung des Mädchens und von ihrer eigenen Hand berichtet, was sie ziemlich unsympathisch werden lässt.

Etwas gestört hat mich im gesamten Buch, dass nur aus der Perspektive des Opfers geschrieben wurde und man die ganze Zeit über nichts vom Drumherum mitbekommt. Andererseits führt das auch wieder dazu, dass man das Gefühl hat, Nina selbst zu sein, denn auch Entführungsopfer bekommen reichlich wenig von ihrer Umgebung mit.


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