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Oliver - Peace of mind von Nicole Schröter

Bild von Möp

Don't you cry tonight I still love you baby...

Guns N' Roses

Inhalt:
In diesem ganz besonderen Buch beschreibt die Autorin Nicole Schröter in nahezu autobiografischer Form und doch mit beeindruckender Emotionalität ihre eigenen Erfahrungen mit dem Tod eines geliebten Menschen. Nämlich dem Tod ihrer Jugendliebe Oliver.

Über Facebook hat die heute 44-jährige Protagonistin Nici ihre Schulfreundin Matilda wiedergefunden und endlich ist der Kontakt wiederhergestellt. Doch seit dem kreisen ihre Gedanken ständig um ihre erste große Jugendliebe Oliver, denn erst letztens hat sie von ihm geträumt und nun bietet ihr sich durch soziale Netzwerke die Möglichkeit, ihn wieder zu finden. Oder auch nicht.

Nach einer verzweifelten Suche erhält sie endlich ein Lebenszeichen von Olivers Mutter, doch diese kann ihr nur noch mitteilen, dass ihr Sohn bereits seit einigen Jahren verstorben ist. Für Nici bricht eine Welt zusammen und es beginnt ein langer, steiniger Weg voller schmerzlicher Rückblicke auf die Vergangenheit, um diesen Verlust zu verarbeiten.

Meine Meinung:
Man muss diesem Buch eines lassen: Es ist mit einer so intensiven Offenheit und einer derartigen Emotionalität geschrieben, dass es in Authentizität kaum noch zu übertreffen ist und einem regelrecht den Boden unter den Füßen weg zieht. Man kann einfach nicht von sich behaupten, dass einen die Gefühlswelt der Protagonisten kalt lässt, denn was Nici hier erlebt ist doch ein absoluter Alptraum, der einem schon sehr nahe geht.

Ein weiterer Aspekt, der dieses Werk zu etwas ganz Besonderem macht, ist, dass ich selten über eine Thematik so lange nachdenken musste. Ständig drängt sich einem die Frage auf, ob man selbst anders gehandelt hätte; Ob man vielleicht das Schlimmste hätte verhindern können; Ob man selbst hier und heute genug auf seine Mitmenschen achtet. Denn für mich wäre es einfach unvorstellbar, dass es mir in 30 Jahren womöglich genauso ergehen könnte wie den Protagonisten. Man fängt an, das eigene Leben zu reflektieren, aufmerksamer zu werden und das Bewusstsein für die Sorgen anderer Menschen in seinem Umfeld zu schärfen.

Fazit:
Hier haben wir es mit einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte zu tun, die nicht nur durch beeindruckende Authentizität wie auch Offenheit überzeugt, sondern auch noch mit einer Menge Tiefgang auftrumpft, sodass man beginnt, über sein eigenes Leben sowie auch sein Verhalten anderen Menschen gegenüber nachzudenken.


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