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Friedensengel von Marion Feldhausen

Bild von Möp

„Die Szenen, die in Kolumbien spielen, beruhen, wenn das Grauen unerträglich zu werden droht, auf Tatsachen.“

- Marion Feldhausen im Oktober 2012 -

Inhalt:
Die Geschichte in „Friedensengel“ besteht aus zwei verschiedenen Handlungssträngen, die jeweils in Kolumbien sowie in Deutschland spielen und am Ende zusammenlaufen, sodass die Problematik des illegalen Waffentransports in Krisenländer in ihrer gesamten Bandbreite thematisiert wird.

In Deutschland ermitteln Kommissar Alvermann und seine Kollegen vom KK11 nach dessen Genesung von einer Schussverletzung zunächst in einem schweren Fall von Schutzgelderpressung in dem kleinen Ort Karlsbad. Doch dieser Fall stellt sich als eine harte Nuss heraus, da die Betroffenen aus Angst vor weiteren Angriffen schweigen bis schließlich nach einem Hausbrand mit Todesfolge eine Frau zu Reden beginnt. Die Ereignisse überschlagen sich, es führt ein Hinweis zum nächsten und ein großes Unternehmen der Region gerät plötzlich ins Visier der Ermittler.

Derweil begleitet man den deutschen Journalisten David, der sich auf eine Reise nach Kolumbien begibt, da er einen Hinweis bekommen hat, sich den Konflikt zwischen Venezuela und Kolumbien wie auch den Widerstand gegen die Paramilitärs einmal genauer anzuschauen. Dabei wird er Zeuge grausamer Hinrichtungen, wie sie in ihrer Brutalität kaum noch zu übertreffen sind. In diesem Land voller Gewalt wird Waffen also nunmehr eine nicht zu unterschätzende Bedeutung beigemessen, sodass David auf sie ein besonderes Augenmerk richtet und ihn seine Recherche schließlich zu Alvermanns Fall nach Deutschland führt...

Meine Meinung:
Dass dies offenbar die Fortsetzung eines ersten Bandes ist, hätte ich wirklich nicht gemerkt, wäre ich nicht nachträglich darauf hingewiesen worden. Man kann „Friedensengel“ also bedenkenlos unabhängig vom ersten Band lesen, da die Autorin einem an den richtigen Stellen auf die Sprünge hilft und wichtige Informationen aus Alvermanns Vergangenheit ergänzt.

Der Stil ist mir durchgängig positiv aufgefallen, da er einem immer angemessen vorkommt. An den richtigen Stellen emotional, dann wiederum aber auch mal sachlich und zwischendurch durchweg humorvoll. Da fällt einem das Lesen unglaublich leicht und macht trotz der schwierigen Thematik viel Spaß, da man durch unerwartete Wendungen immer wieder aufs Neue überrascht wird.

Ansonsten möchte ich noch mal ein besonderes Lob an die für mich bislang neuartige Thematik richten. Denn mir war dieser erbitterte Kampf zwischen Venezuela und Kolumbien vollkommen unbekannt und das, obwohl ich im Grunde überhaupt nicht politikverdrossen, sondern viel mehr interessiert bin. Dieses Buch ist daher mehr als einfach nur ein spannender Krimi, sondern enthält eine wachrüttelnde Handlung, klärt über ein wichtiges Thema auf und schafft beim Leser ein Bewusstsein für die Konflikte in Ländern am anderen Ende der Welt, von denen ein Deutscher oft nicht viel wissen will.

Fazit:
„Friedensengel“ von Marion Feldhausen ist mehr als einfach nur ein unterhaltsamer und spannender Krimi, sondern eine ganz besondere Geschichte, die sich mit einem aktuellen politischen Konflikt auseinander setzt und den Leser zum Nachdenken anregt.


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