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Nacht aus Rauch und Nebel

Bild von LieLu

Loewe Verlag

Die Autorin

Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren. Sie lebt und arbeitet im Moment im Ruhrgebiet, wo sie sich sowohl ihrer Arbeit als auch ihrem Studium widmet. Für den ersten Band Stadt aus Trug und Schatten bekam sie den SERAPH der Phantastischen Akademie in der Kategorie „Bestes Debüt“.

Eisenheim

Im ersten Teil fällt Flora fast aus allen Wolken, denn sie erfährt, dass ihre Seele ein Doppelleben in der Stadt Eisenheim führt. Sie ist einer Wanderin geworden. Doch ihre Seele hat offenbar den Weißen Löwen gestohlen, einen mächtigen Stein, den der Herrscher der Schattenwelt unbedingt besitzen will. Bald ist Flora auch in der realen Welt nicht mehr sicher. Sie kann niemandem mehr trauen.

Eine Welt in der es noch eine andere gibt, eine, die anders ist, als die Wirklichkeit, das reale Leben. Die Schattenwelt. In der das Nichts immer mehr an Notre-Dame heranrückt, in der der Eiserne Kanzler das Zepter will und in der nur Schattenmenschen leben. Floras Vater ist der Fürst von Eisenheim, wie die Stadt in der Schattenwelt genannt wird. Sie also eine Prinzessin. Zusammen mit ihrem Freund Marian, welcher ihr den Diebstahl des Weißen Löwen nicht verzeihen kann, kämpfen sie gegen die Intrigen des Eisernen Kanzlers an. Er ist es, dem sie den Schicksalsstein abgenommen hat. Immer mehr Stadtbezirke von Eisenheim werden von einer unheimlichen Macht vernichtet, die sich keiner erklären kann. Nun ist es an Flora die Stadt zu retten und das Geheimnis um den verschwundenen Weißen Löwen klären. Um dieses Rätsel aufzuklären, will sie mit dem mechanischen Wunderwerk von Fluvius Grindeaut, welches er liebevoll „Nebelkönigin nennt, in das bedrohliche Nichts fahren. Dort will sie außerdem versuchen ihrer Freundin und Marians Schwester Ylva, welche von einem rätselhaften Monster bedroht wird, zu helfen und sie wieder normal werden zu lassen.

Ob das ganze Abenteuer gelingt ist unklar und von vornherein ungewiss, denn das Nichts ist tückisch, zu schnell hat man das Gefühl gar nicht mehr zu existieren. Auch Flora und ihre Freunde meinen sich nicht von der Stelle zu bewegen, als sie die milchige Masse durchdringen…

Da ich den ersten Band von Mechthild Gläser noch nicht kannte, war es für mich ein wenig schwierig mich in die Materie hineinzufitzen. Nach einigen Seiten war dies jedoch kein Problem mehr und ich war mittendrin in der unglaublichen Geschichte von Flora und ihren Freunden und Familienmitgliedern.

Fazit

Ein tolles Buch, welches von der ersten Seite an fesselt. Die Geschichte von Flora und Marian ist so abenteuerlich, geheimnisvoll und fantastisch, dass man einfach weiterlesen muss. Auf einmal stört es nicht mehr, dass es um Schattenwesen und das riesige Nichts geht, was alles zu vernichten droht. Man fühlt sich mitten im Geschehen und hat das Bedürfnis Flora helfen zu wollen.

Dass das Buch ein Fantasystreifen ist, ist klar, auch wenn die Geschichte teilweise nicht weit hergeholt klingt. Als die Dame im Nichts jedoch von ihrem Herz berichtet, welches ihr herausgenommen und gegen eine mechanische Spieluhr ersetzt wurde, musste ich ein wenig schmunzeln. Mit viel Fantasy gelingt es jedoch, sich in diese Welt einzufühlen und an Floras Seite im Geschehen zu stehen. Klasse sind die fantastischen Wendungen, die der Lauf der Geschichte des Öfteren nimmt. Mehr und mehr Informationen erhält man über Flora, die geheimnisvolle Prophezeiung und auch über Floras Familie.

Die tollste Figur war für mich der kleine Heliometer Sieben, der als Magmakugel Flora zu mehr Licht verhelfen soll. Er tritt auf wie ein Haustier, genauer ein Hund und ist ein ständiger Begleiter der Prinzessin. Auch das Buchcover hat mir sehr gut gefallen, schlicht und trotzdem auffallend, mit einem Schiff aus Nebel, welches man auf dem Buchumschlag erkennen kann. Erst in der Mitte des Buches wird klar, was es mit diesem Schiff, was vermutlich die „Nebelkönigin“ darstellt, auf sich hat.


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