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The American monstershow in Germany von David Pawn

Bild von Möp

Inhalt:
In diesem Buch findet man eine Sammlung von 13 mehr oder weniger kurzen Geschichten, die sich alle mit einem Problem auseinandersetzen: Nämlich mit dem ganz alltäglichen Horror.

Man stelle sich nun also einmal vor, eine Schule würde von mutierten und äußerst bösartigen Tauben sowie Ratten heimgesucht, die eine unglaubliche Panik unter Schülern wie Lehrern auslösen.

Man stelle sich nun einmal vor, man könne in einer Gewinnshow voller pseudofreundlicher Moderatoren eine Viertelmillion DM gewinnen, doch die Nerven liegen blank.

Man stelle sich nun einmal vor, vier Jugendliche begeben sich in ein vermeintliches Spukhaus, um mit Trödel ihr Taschengeld aufzubessern, doch keiner von ihnen kehrt je zurück.

All das könnte Dir passieren. Hier und heute.

Naja heute nicht ganz, denn David Pawns Geschichten spielen in den 90er Jahren der DDR, was den Konflikt in vielen Fällen maßgeblich beeinflussen wird.

Meine Meinung:
Ich bin neugierig auf dieses Buch geworden, weil ich herausfinden wollte, was denn das Genre „Horror“ so wirklich ausmacht. Und ich wurde dahingehend nicht enttäuscht, als dass ich zu der Erkenntnis gelangt bin, dass man diese Stilrichtung ganz wunderbar vielfältig auslegen kann. Denn so ist Horror nicht immer blutrünstig oder brutal, sondern in vielen Fällen z.B. auch einfach eine Angst oder die Sucht nach einer Droge.

Auch der Stil des Autors lässt durch doch sehr bildliche Beschreibungen nichts zu wünschen übrig, ohne sich dabei in Details zu verlieren. So bleibt jede Geschichte für sich spannend und das Gesamtpaket abwechslungsreich wie auch authentischer als erwartet. Der Autor überzeugt durch schön ausgestaltete Rahmenhandlungen, die es dem Leser ermöglichen, sich mit den Protagonisten trotz der Kürze der Texte zu identifizieren.

Besonders positiv aufgefallen ist mir noch die unterschwellige Gesellschaftskritik des Autors an der ein oder anderen Stelle, die einen durchaus zum Nachdenken über unser alltägliches Leben anregen kann.

Man sollte nur vielleicht noch anmerken, dass der Autor eine ausgewachsene Leidenschaft für Steven King Bücher mit in die Geschichten einfließen lässt, sodass sich mir so der ein oder andere Witz oder eine Anspielung nicht erschlossen hat, da ich diese Bücher nicht kenne.

Fazit:
Eine schöne Sammlung verschiedenster Horrorgeschichten, die zwar anders als erwartet und damit überhaupt nicht klischeehaft, für eine Menge Gänsehaut sorgen und das Genre „Horror“ in seiner ganzen Bandbreite neu definieren.


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