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Stromschnellen von Bonnie Jo Campell

Bild von Möp

„Manchmal muss man als Frau einfach von vorn anfangen, man muss ein neues Leben beginnen und versuchen, glücklich zu werden“

Inhalt:
In „Stromschnellen“ begleitet der Leser die gerade einmal 15-jährige Margaret Louise bei ihrer einzigartigen Reise durch die Wildnis des Stark River in Michigan. Eine Geschichte von Schönheit der Natur, aber auch von der Brutalität des Lebens.

Nach dem Tod ihres Vaters ist Margaret Louise, von allen nur Margo genannt, vollkommen auf sich alleine gestellt, denn ihre Mutter hat die Familie bereits vor anderthalb Jahren verlassen, um, wie sie selbst sagt, zu sich selbst zu finden und noch einmal von vorn anzufangen. Sie beschließt, die Gegend zu verlassen und begibt sich auf einen gefährlichen Abenteuer-Trip über den Fluss. Sie ist ruhelos, versucht, ihren Platz in der Welt zu finden und gerät das ein ums andere Mal mit den falschen Männern aneinander. So beginnt für Margo eine unvergleichliche Odyssee auf der Suche nach Geborgenheit, geleitet von ihrer außergewöhnlichen Leidenschaft für den Fluss.

Meine Meinung:
Man kann über Margo sagen, was man will, denn manchmal bleibt einem ihr Verhalten wirklich unverständlich und nur schwer nachvollziehbar, aber sie ist doch ein beeindruckend starkes Mädchen. Dies ist eine Geschichte der ganz anderen Art, die einem nicht nur während des Lesens immer wieder beschäftigt, sondern einen auch noch lange danach nicht loslässt. Man fühlt so sehr mit der jungen Protagonistin, wird unsagbar traurig, gibt sich Rachegedanken hin und verzweifelt mit ihr an ihrer Situation. Doch so spürt man auch deutlich ihre Hoffnungen. Ein wahres Auf und Ab der Gefühle, das dieses Buch zu einem außergewöhnlich emotionalen Erlebnis macht.

Man sollte auch noch erwähnen, dass es der Autorin schön gelungen ist, lebendige Bilder zu erzeugen, denn allein die Art, wie sie den Stark River beschreibt ist regelrecht filmreif! Auch Margo hat sie als Charakter sehr gut ausgestaltet, denn sie verhält sich zwar oft merkwürdig, aber dennoch bleibt sie in ihrer Andersartigkeit schlüssig und macht sogar im weiteren Verlauf der Geschichte eine wunderbare Entwicklung durch.

Mein Fazit:
Dies ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Die vor allem zu Beginn etwas auffälligen Verhaltensweisen der Margo können etwas befremdlich sein, doch je weiter man mit dem Lesen voran schreitet, desto mehr wird einem bewusst, welch besonderes Mädchen man da vor sich hat und dass man ihr echt Respekt wie auch unglaubliches Mitgefühl entgegenbringt, sobald man die Souveränität erkennt, mit welcher sie ihre Lage meistert. „Stromschnellen“ geht echt unter die Haut und lässt einen nachdenklich zurück.


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