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Zum Glück alles andere als perfekt

Bild von Federblume

Ein Leben, das nicht perfekt ist. Ein Mädchen, das nicht wie andere ist. Und ein Junge, der sich für ganz normal hält. Was passiert, wenn völlig unterschiedliche Welten aufeinander treffen und sich außerdem die Liebe einschleicht?

Inhalt

Mika ist fünfzehn, unglücklich verliebt und frustriert. Zugegeben: kein schöner Zustand. Doch in der Pubertät zu sein, einen Korb der Exfreundin verkraften zu müssen und keine Ahnung zu haben, was man vom Leben will, ist kein Zustand, der für viele schöne Momente sorgt. Allerdings sorgt all das für eine Begegnung, die Mikas Leben von Grund auf verändert. Er trifft Lea. Ein Mädchen, das ihn mit grünen Amazonenaugen und einem temperamentvollen Wesen sofort in seinen Bann zieht. Dass Lea gehörlos ist, schreckt Mika kaum ab. Spontan meldet er sich für einen Gebärdensprachkurs an, nicht ohne den Hintergedanken an seine Exfreundin Sandra, die er damit beeindrucken will.
Die darauf entstehenden Verwicklungen bringen reichlich Trubel in Mikas Leben. Und sorgen ganz nebenbei dafür, dass Mika über sich hinaus wächst und dem Erwachsensein ein Stück näher kommt.

Rezension

Das Thema, das Kathrin Schrocke für ihre Geschichte, wählt, spricht an. Es ist ein Thema, das nicht alltäglich ist und doch immer unter uns weilt. Denn Menschen mit Handicaps, wie es gerne genannt wird, leben stets unter uns und haben tagtäglich mit neuen und ganz eigenen Herausforderungen zu tun. Dieses Leben zeigt Schrocke auf. Nicht jedoch aus der Sicht eines solchen Menschen. Ein ganz normal wirkender Junge ist der Erzähler dieser Geschichte. Es wird erzählt, wie er das Leben eines Mädchens wahrnimmt, das gehörlos ist. Etwas, das in unserer Gesellschaft als eine Behinderung angesehen wird.
Doch Schrocke räumt mit der allgemeinen Vorstellung des Begriffs der Behinderung auf. Bei ihr ist die Gehörlosigkeit keine bemitleidenswerte Beeinträchtigung, sondern eher eine Eigenschaft. Etwas, das jemanden ausmacht, ihn auszeichnet und ihm seine eigene Welt und eine eigene Sicht auf die Welt schenkt.
Mika lernt diese eigene Welt kennen, in der Lea lebt. Er lernt neue Sichtweisen kennen und damit verbunden auch neue Seiten der Menschen in seinem Leben, seiner Familie und Freunde. Durch ihn werden auch sie mit dem Thema der Behinderung konfrontiert und verhalten sich ganz unterschiedlich und für ihn öfters auch überraschend, positiv wie negativ.
Es ist interessant, all das zu beobachten, und spannend, mitzuerleben, wie Mika durch die Geschichte wandelt und sich und die Welt um sich herum verändert.

Es war vor allem für mich interessant, da ich ebenfalls mit einem angeborenen Handicap lebe, und das ganz hervorragend. So wird es auch für viele andere sein, die das Leben auf diese Weise kennen. Aber auch für die, die mit diesen Menschen leben oder noch gar nicht mit diesem Thema in Berührung kamen.
Mit Freak City ist Kathrin Schrocke eine einfühlsame und gleichzeitig ehrliche und direkte Geschichte gelungen, die den Horizont erweitert und den Respekt vor dem Menschsein weckt.

Verlag Carlsen

Einband Taschenbuch

Seiten 240

Alter ab 12 Jahren

ISBN 978-3-551-31093-4

Preis 6,99 €


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