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Und nachts die Angst

Bild von Möp

Inhalt:
Die heute 22-jährige Reeve LeClaire kann wohl von sich sagen, dass sie in ihrem Leben schon so Einiges durchstehen musste. Im Alter von nur 12 Jahren wurde das Mädchen von ihrem Peiniger entführt, in einem Kellerverlies gefangen gehalten und schwer misshandelt. Nur durch einen Unfall gelingt der Polizei vier Jahre später ihre Befreiung. Noch lange danach, nämlich gut sechs Jahre später befindet sich Reeve noch immer in psychologischer Behandlung und kämpft gegen ihre täglichen Ängste an. Als nun in Kalifornien das lange als vermisst geltende Mädchen Tilly wieder auftaucht und von den Medien auch andere Fälle wieder aufgearbeitet werden, kommen in Reeve die ganzen schlimmen Erinnerungen wieder hoch.

Doch Reeve will nicht nur zusehen und in Selbstmitleid versinken, sie will helfen. Und so beschließt sie gemeinsam mit ihrem Therapeuten, die kleine Tilly bei der Verarbeitung ihres Traumas zu unterstützen, wird ihre Freundin, bringt wieder Freude in ihren Alltag. Doch schnell findet sie sich inmitten komplexer Ermittlungen wieder und gerät plötzlich selbst in das Visier eines durchtriebenen Killers...

Meine Meinung
An diesen Thriller von Carla Norton hatte ich schon von vorneherein sehr hohe Erwartungen, wenn man auch hinzufügen sollte, dass dies ihr Debüt ist. Und ich freue mich, verkünden zu dürfen, dass diese Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar noch übertroffen wurden.

Ganz allgemein kann man nämlich sagen, dass die von ihr ausgewählte Thematik der Kindesentführung schon vollends überzeugt, denn die meisten von uns erinnern sich bestimmt noch an Natascha Kampusch, die nach unvorstellbaren 8 Jahren aus ihrer Gefangenschaft fliehen konnte. Nachdem ich also auch ihre Autobiografie „3096 Tage“ gelesen hatte, war ich wirklich geschockt und gleichzeitig fasziniert von diesem Thema. Fasziniert in der Hinsicht, dass die psychologischen Auswirkungen solcher Entführungen selbst Experten oft noch ein Rätsel sind. Daher hoffte ich hier auf einige interessante Fakten.

Und die habe ich auch bekommen, denn die Autorin trumpft durch viel gut recherchiertes Fachwissen, das dieses Buch auf der einen Seite sogar lehrreich macht, aber auf der anderen Seite hat sie darum herum auch noch eine beeindruckend komplexe Handlung gesponnen.

Besonders gut gefällt mir an „Und nachts die Angst“ die Logik, die hinter allem steckt. Denn so habe ich nunmehr in der Vergangenheit oft Krimis oder Thriller gelesen, die entweder einfach unverständlich und nicht nachvollziehbar oder sogar unlogisch waren. In diesem Fall macht es einfach Spaß, so langsam zu erfassen, wie sich das Puzzle dann im Großen und Ganzen zusammensetzt, was auch noch von den sehr gut ausgestalteten wie auch authentischen Charakteren unterstützt wird.

An Spannung mangelt es hier definitiv auch nicht, denn es gibt bis zum Ende hin immer wieder überraschende Wendungen, sodass die Handlung wirklich nicht einmal abflacht und man kontinuierlich weiterlesen muss.

Fazit:
Ich kann diesen Thriller wirklich bedenkenlos weiterempfehlen, denn so er ist nicht nur durchgängig spannend, sondern „Und nachts die Angst“ ist so besonders, weil sich dieses Werk durch die neue und einzigartige Thematik Kindesentführung von der breiten Masse der Thriller abhebt und gleichzeitig auch noch ein erschreckend realistisches Szenario präsentiert.


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