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Ich bin aber auch ein Notfall

Bild von Elfenwind

Traumberuf Gesundheits- und Krankenpfleger? Tim und Anna haben beide nach dem Abi ihre Ausbildung absolviert und starten nun ihr Berufsleben in der Pflege in der Notaufnahme. Was mir bei diesem Buch besonders gut gefiel, war die direkte Ansprache des Lesers und der freundschaftliche Tonfall der herrschte. Die beiden erzählen einem während einer Tasse Kaffee aus ihrem beruflichen Alltag, so kommt es dem Leser vor. Schichtdienst, Patienten, Kollegen, Belastungen, Probleme. Adrenalin pur- das ist die Arbeit in der Notaufnahme. Jeder Tag ist anders, neu, einzigartig. Eingeteilt wird das Buch in Kapitel. Mittels eines Inhaltsverzeichnisses wird der Leser nun eingeladen, einfach mal auch so durchs Buch zu stöbern und nicht nur von vorn nach hinten zu lesen, wie bei einem normalen Roman.
Deshalb ist diese Rezension auch mal etwas quer. Meinung wechselt sich mit Inhalt ab, bunt gemischt. Ich dachte, das spiegelt vielleicht gut den Stil des Buches wieder.
Ein Kapitel machte mich sehr traurig. „ Tom und Katharina“. Sie sind ein Paar, Anfang 30, mitten im Leben, sie werden Eltern- aber Tom wird das alles nicht mehr erleben. Da treten einem schon mal Tränen in die Augen und man fragt sich als Leser, wie gehen die beiden mit diesen Situationen um? Nimmt man die Arbeit mit nach Hause? Oder zieht man mit dem weißen Kittel auch die Arbeit aus und ist wieder nun Tim oder Anna? Aber auch in den Extremsituationen findet sich ein lustiger Tonfall, der es auflockert, der Lebensfreude klarmacht. Ein kleiner Flirt mit dem gutaussehenden Arzt, ein Gedanke, der ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubert und ich denke auch ein wenige Distanz aufbaut zu dem Geschehen. Eine Selbstschutz, der auch sein muss, in diesem schweren Beruf.
Das Buch ist auch ein Bericht über die Patienten, die Nöte, Ängste, Emotionen, Trauer. Aber er ist auch eine Darstellung des beruflichen Alltags der beiden. Anhand der doch recht lockeren Art und Weise wie die beiden es erzählen, merkt man die Freude an der Arbeit, die Lebensfreude, die die beiden haben.
Was die medizinischen Aspekte angeht. Also wer einen nervösen Magen hat, sollte vor der Lektüre des Buches vielleicht nichts essen. Da geht es manchmal schon ans Eingemachte.
Fazit:
Menschlich, berührend, anschaulich, bewegend.
Eine Art Pflichtlektüre für alle angehenden Angestellten im Pflegebereich, aber natürlich auch für alle, die schon da sind. Wer sich mit dem Gedanken trägt eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen, dem würde ich diese Buch ans Herz legen.


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