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Mutter bei die Fische

Bild von SonjaB

Falk Thomsen ist Ende 30 und seit letztem Jahr Strandkorbvermieter auf der Nordseeinsel Heisterhoog. Der leicht zurück gebliebene Nille ist seine rechte Hand. Seine große Liebe Gina, Architektin in Berlin, kann er leider nur an den Wochenenden sehen. Als die neue Saison anbricht, droht gleich eine Katastrophe, denn eine Falschmeldung in der Zeitung droht das Saisongeschäft, auf das alle auf der Insel angewiesen sind, platzen zu lassen. Da ist guter Rat teuer. Falk hat dann aber die rettende Idee und holt seinen alten Kumpel Bertie auf die Insel, damit dieser dort mit seiner Filmcrew einige wichtige Szenen drehen können. Aber irgendwie läuft nicht alles so wie geplant. Erst müssen plötzlich knapp hundert Komparsen für den Film untergebracht werden. Dann erscheint auch noch urplötzlich seine frisch verliebte Mutter. Gina nimmt seinen Heiratsantrag nicht sofort an. Und dann taucht auch noch sein Vater auf.

Was sich hier wie eine leicht lockere Urlaubslektüre anhört, ist leider keine. Es ist die langweilige Aneinanderreihung kleiner Geschehnisse, wie sie ständig vorkommen und vor denen keiner gefeit ist. Das Buch soll angeblich witzig sein, doch vom Witz ist keine Spur. Nichts und niemand in diesem Buch ist witzig und es wird auch nicht witzig erzählt. Der Schreibstil ist zwar flüssig und leicht zu lesen, aber es bleibt eben langweilig. Den Hauptcharakteren fehlt es auch an Persönlichkeit. Einzig Falk und ein wenig auch seine Mutter bekommen eine, aber die anderen Charaktere bleiben total blass und nehmen keine Gestalt an. Teilweise kam ich mir vor, als wenn ich meiner alten Nachbarin lauschte bei ihren Erzählungen, die mich ebenfalls kein Stück interessieren und wo ich auch keine Person kannte.

Schade, ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, denn ich bin selbst ein Nordlicht. Aber dieses Buch kann ich nicht weiter empfehlen.


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