style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Subway Sound

Bild von Jacquy

Inhalt:
Livia ist gerade mit ihrem Vater nach Berlin gezogen und ist beeindruckt von der Stadt und ihren Bewohnern. Besonders der obdachlose Junge Tim und sein Leben auf der Straße fasziniert sie. So kommt es, dass sie eine Wette mit ihm abschließt: Schafft sie es, 24 Stunden ohne Geld auf der Straße durchzustehen?

Meinung:
Dieser Roman wurde im Imprint des Oetinger Verlags, „Pink“, veröffentlicht. Die Bücher aus dem Programm sind größtenteils für 11 bis 14-jährige Mädchen gedacht.
Ich liege knapp über diesem Alter und kann mir vorstellen, dass das Buch auch älteren Lesern gefallen kann.

Livia Eltern haben sich gerade getrennt und sie hat sich dagegen entschieden, mit ihrer Mutter, einer Mode-Designerin, nach Spanien zu gehen und ist stattdessen mit ihrem Vater nach Berlin gezogen. Da dieser Journalist ist, ist er viel unterwegs und Livia die meiste Zeit auf sich allein gestellt. Gleich an ihrem ersten Tag trifft sie auf einen Jungen, den sie bei ihren Erkundungsspaziergängen durch die Stadt häufiger wiedersieht. Schnell merkt sie, dass er auf der Straße lebt, obwohl er nicht viel älter ist als sie selbst.
Livia ist 14 und ziemlich verwöhnt. Sie bekommt reichlich Taschengeld und wird auch sonst von ihren Eltern kaum eingeschränkt. Sie hat das alles immer als ziemlich selbstverständlich angesehen, bis sie Tim kennen lernt. Zu diesem Zeitpunkt fängt sie an, sich Gedanken darüber zu machen, wie es wäre, selbst obdachlos zu sein und startet ein Experiment: Sie möchte einen Tag lang selbst auf der Straße leben.

Im Laufe des Buches verändert sich Livia. Für sie ist es selbstverständlich, mehr als genug Geld zur Verfügung zu haben und dementsprechend lebt und verhält sie sich auch. Sie tut alles, um ihren neuen Mitschülern zu gefallen und lässt sich zu einigen ziemlich dummen Aktionen überreden. Trotzdem habe ich sie als Protagonistin sehr gern gemocht, da sie einfach eine sympathische Art hat.

Außerdem haben mich ihre Überlegungen selbst zum Nachdenken gebracht. Obwohl man im Alltag selbst hin und wieder obdachlosen Menschen begegnet, denkt man sich da in den meisten Fällen nichts bei. Jetzt, wo ich mich mit dem Thema etwas auseinander gesetzt habe (bzw. setzen musste) werde ich ein Haus und genug zu essen vielleicht nicht mehr als ganz so selbstverständlich ansehen.

Ich kann wieder nicht benennen, was es ist, aber die Bücher von Katrin Bongard haben immer irgendetwas an sich, was es mir fast unmöglich macht, mit dem Lesen aufzuhören. Ich war total gefesselt, habe das Buch fast an einem Stück durchgelesen und war sogar traurig als es vorbei war - einfach weil ich nicht mehr weiter lesen konnte.
Es ist nicht so, dass am Ende der Geschichte noch irgendetwas gefehlt hat, aber mich hätte es sehr interessiert, wie es mit den beiden weiter geht.

Fazit:
Ein schönes und mitreißendes Buch, das auch den Leser zum nachdenken anregt.
5/5 Punkten


0