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Kyria & Reb

Bild von Jacquy

Inhalt: Kyria ist die Tochter einer Ministerin und wächst sehr behütet auf. Auch deshalb, weil sie einen Gendefekt hat und der kleinste Zwischenfall die Krankheit auslösen könnte. Als sie erfährt, dass sie nur noch wenige Wochen zu leben hat, flieht sie zusammen mit Reb (einem Ausgestoßenen) aus dem Krankenhaus, um ein letztes Mal ihre Freundin Hazel zu treffen, die in den Reservaten außerhalb New Europes lebt. Mit Rebs Hilfe gelingt ihr die Flucht, doch die Einheimischen machen sie für den Ausbruch einer Masern-Epidemie verantwortlich.

Meinung:
Zuerst: wow. Ich liebe dieses Buch! Anfangs ist es etwas gewöhnungsbedürftig, weil man sich nicht so gut in Kyrias Leben reinversetzen kann. Sie ist sehr verwöhnt und kennt nur dieses Leben.
Das Buch ist zwar nicht durchgehend spannend, aber das muss es gar nicht. Auch ohne ständige Verfolgungsjagd oder so etwas ist es sehr interessant zu lesen.
An vielen Stellen fand ich es auch echt lustig; zum Grund dafür komme ich später.

Als sie im Krankenhaus auf Reb trifft, sorgt sie dafür, dass sich jemand um ihn kümmert, obwohl er – ob freiwillig oder nicht – aus der Gesellschaft ausgetreten ist.
Jeder Bürger von New Europe trägt seine ID am Handgelenk. Sie enthält einen virtuellen Ausweis, einen Kredit und (sofern vorhanden) eine Fahrerlaubnis. Durch sie können die Bürger vom Staat überwacht werden, was sowohl positive als auch negative Aspekte hat.
Ohne ID jedenfalls hat man keinerlei Rechte, weshalb Kyrias Eingreifen nötig war.

Reb bringt Kyria zu den Subcults (so nennen sich die Menschen, die nicht länger dem Volk angehören). Es ist schwer für sie, da sie großen Luxus gewöhnt ist und dort nicht mal sauberes Wasser hat.

Charaktere:
Wie schon erwähnt ist Kyria ziemlich verwöhnt. Für sie ist es normal, dass sie sofort alles bekommt, was sie braucht. Dementsprechend ist es eine große Umstellung für sie, als sie erst auf der Flucht ist und dann in den Reservaten lebt, wo die Technologie längst nicht so fortschrittlich ist wie in NuYu (New Europe). Nach und nach lernt sie aber, sich anzupassen und schließt Hazels Familie, die sie bei sich aufgenommen hat, immer mehr ins Herz.

Reb ist schwer einzuschätzen. Er spricht nicht allzu viel und ist Meister darin, seine Gefühle zu verbergen. Trotzdem ist er ganz und gar nicht schüchtern. Er weiß was er hat und was er kann und gibt regelmäßig mit seinen Fähigkeiten – welcher Art auch immer – an.
Er nennt Mädchen grundsätzlich „Princess“, damit er sich keine Namen merken muss.

Die Beziehung zwischen Kyria und Reb ist… speziell. Sie sind beide dickköpfige Charaktere und natürlich gibt es Chaos, als sie zusammentreffen. Besonders durch Kyrias Verwöhntheit gibt es oft Streit. Ehrlich gesagt gibt es aber wenig, was mir so viel Spaß gemacht hat, wie diese Dialoge zu lesen.
Beide haben immer genau die richtige Antwort parat und die Gespräche sind einfach genial! ;-)

Fazit:
Ein sehr, sehr tolles Buch!
Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, was anderen daran nicht gefallen haben könnte.


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