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Die Einzige

Bild von Jacquy

Inhalt: Pia ist die erste und bisher einzige Unsterbliche. Sie ist in einem kleinen Dorf mitten im Dschungel aufgewachsen und wurde seit sie vier Jahre alt ist, darauf vorbereitet, Wissenschaftlerin zu werden. Ihr Ziel ist es, die Tests ihres Onkels zu bestehen, um selbst in das Team aufgenommen zu werden und weitere Unsterbliche erschaffen zu können.
An ihren siebzehnten Geburtstag, ergibt sich für sie die Gelegenheit, zum ersten Mal das Gelände zu verlassen. Dabei trifft sie Eio. Sie weiß, dass er sterblich ist und sie keine Zukunft haben, aber trotzdem kann sie es ihn nicht vergessen…

Meinung:
Pia ist unsterblich. Sie kann nicht ertrinken oder ersticken, ist immun gegen jede Krankheit, ihre Haut ist undurchdringlich und in ein paar Jahren wird ihr Körper aufhören, zu altern.
Bis zu ihrem 17. Geburtstag hat sie nie das Gelände des kleinen Wissenschaftler-Dorfes Little Cambridge verlassen. Seit ihrer Geburt wird ihr immer wieder gesagt, dass die Außenwelt für sie zu gefährlich sei und es ist allen Menschen in Little Cam verboten worden, über etwas außerhalb des Dorfes zu sprechen. Selbst Filme, Bücher und Musik sind verboten.
Alle erzählen Pia immer, wie perfekt sie ist. Sie ist den anderen geistig und körperlich überlegen und immer hat sie getan, was man von ihr verlangt hat.
Doch dann kommt eine neue Wissenschaftlerin ins Dorf und von ihr erfährt Pia Dinge über die Außenwelt, die sie neugierig machen. Sie nutzt die Gelegenheit und schleicht sich in den Dschungel, wo sie auf Eio trifft. Er ist ein Eingeborener und sie fühlt sich direkt zu ihm hingezogen. Kurz darauf ist sie zurück in ihrem Dorf, doch sie kann ihn einfach nicht vergessen.
Als sie wenig später erfährt, dass ihr Onkel Paolo und auch alle anderen viele Geheimnisse vor ihr haben, muss sie sich entscheiden: Wird sie in Little Cambridge bleiben und dabei helfen, die ganze Welt mit Unsterblichen zu bevölkern, oder flieht sie in den Dschungel, um mit Eio zusammen zu sein?

Wenn man so hört, dass sie sich zwischen so etwas unglaublichem, wie dem Erschaffen von Unsterblichen und einem Jungen entscheiden muss, klingt das zunächst lächerlich.
Die Autorin hat es jedoch geschafft, das komplett anders rüber zu bringen.
Die Geschichte ist aus Sicht von Pia geschrieben. Man erfährt so alles, was sie denkt und fühlt und findet so recht schnell in die Geschichte hinein.
Frau Khoury hält sich außerdem nicht mit vielen Beschreibungen der Umgebung auf. Durch die Ich-Perspektive erfährt man hin und wieder aber doch etwas, besonders als Pia das erste Mal im Dschungel ist und die Eindrücke in sich aufnimmt und an den Leser weitergibt.

Eio ist der erste Gleichaltrige, den Pia in ihrem Leben zu Gesicht bekommt und natürlich sieht er unglaublich gut aus. Das ist aber nicht alles, was sie an ihm fasziniert. Er sorgt (unabsichtlich) dafür, dass sie anfängt, an Little Cambridge zu zweifeln. Dem Ort, an dem sie ihr ganzes Leben verbracht hat und deren Bewohner ihre Familie sind. Zum ersten Mal hat sie den Wunsch, frei zu sein und eigene Entscheidungen zu treffen.
Obwohl sich Eio und Pia erst wenige Tage kennen, als sie sich verlieben, fand ich die Liebesgeschichte relativ realistisch. Es ging allgemein nicht zu schnell, was mir gut gefallen hat.

Dafür, dass sie so eine brillante Wissenschaftlerin sein soll, fand ich Pia ziemlich naiv. All die Jahre hat sie wenig hinterfragt und sich damit abgefunden, auf bestimmte Fragen keine Antwort zu bekommen. Jeder andere wäre in dieser Situation wahrscheinlich stutzig geworden, aber sie lässt sich nicht beirren und glaubt weiterhin daran, dass alle nur das Beste wollen.

Ohne zu viel verraten zu wollen: Dieses Buch hat mich ziemlich geschockt. Es hat mich zum nachdenken gebracht. Wie weit würden Wissenschaftler in der wirklichen Welt gehen, wenn sie einen Weg wüssten, unsterblich zu werden? Ich denke aber, auf diese Frage werde ich – zumindest in der nächsten Zeit – keine Antwort bekommen. ;)

Fazit:
Das Buch hat mir insgesamt sehr gefallen. Die Liebesgeschichte fand ich gut. Es war spannend, ich habe mitgefühlt und wurde zum Nachdenken angeregt. Bis auf die sehr naive Protagonisten konnte ich keinen konkreten Kritikpunkt finden.
4/5 Punkten


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